Umsturzversuch in Burundi gescheitert

Genf/Bujumbura..  Wegen des bewaffneten Konflikts im ostafrikanischen Burundi sind nach UN-Angaben bereits mehr als 105 000 Menschen in Nachbarländer geflohen. Viele weitere seien auf der Flucht. Die Situation nach dem niedergeschlagenen Umsturzversuch sei sehr angespannt, erklärte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) gestern in Genf. Nach Angaben von UNHCR-Sprecherin Karin de Gruijl sind bislang mehr als 70 000 Menschen aus Burundi nach Tansania geflohen, mehr als 26 000 nach Ruanda und mehr als 9000 in die Provinz South Kivu der Demokratischen Republik Kongo.

Zuvor hatte Burundis Sicherheitsminister Gabriel Nizigima im nationalen Rundfunk erklärt, der Umsturzversuch von Teilen der Streitkräfte sei gescheitert, mehrere Putschistenanführer seien festgenommen worden. Der frühere Geheimdienstchef hatte am Mittwoch eine Reise von Präsident Pierre Nkurunziza zu einem Krisengipfel nach Tansania für einen Umsturzversuch genutzt.