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Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen "Hindenburgplatz“

16.09.2012 | 19:19 Uhr
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen "Hindenburgplatz“
Der "Schlossplatz" bleibt "Schlossplatz" und wird nicht zum "Hindenburgplatz". Die Münsteraner haben sich gegen eine Umbenennung entschieden.Foto: WR

Münster.   In Münster ist eine Bürgerinitiative mit dem Versuch gescheitert, den "Schlossplatz" in "Hindenburgplatz" umbenennen zu lassen. Eine deutliche Mehrheit der Bürger sprach sich am Sonntag gegen eine Umbenennung aus. Auch im Ruhrgebiet wird über Straßennamen diskutiert.

Der „Schlossplatz“ in Münster wird nicht wieder in „Hindenburgplatz“ umbenannt. Die Münsteraner erteilten dem Wunsch einer Bürgerinitiative am Sonntag eine klare Absage . Nach Auszählung aller 99 Stimmbezirke votierten 59,4 Prozent beim Bürgerentscheid für den Erhalt des Namens „Schlossplatz“, 40,6 Prozent waren dafür, dem Platz den alten Namen zurückzugeben. Insgesamt wurden 95.500 Simmen gezählt, eine Beteiligung von 40 Prozent.

Auch im Ruhrgebiet wird über Straßennamen diskutiert

Mit dem Votum endet eine jahrzehntelange Debatte. Die Auseinandersetzung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt, weil auch in anderen Städten, etwa im Ruhrgebiet ,  der Streit um historisch belastete Straßennamen tobt.

1933 setzte das Ermächtigungsgesetz mit Hindenburgs Zustimmung die Verfassung außer Kraft und ebnete Hitler den Weg an die Macht.

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Kommentare
18.09.2012
08:51
#20 - @Belenes
von flori5 | #37

190.000.000.000 Euro : 80.000.000 Einwohner = 2375 EuroEinwohner

Bei etwa 40Mio.Erwerbstätigen verdoppelt sich das Ergebnis!

Keine "Haarspalterei", sondern einfache Mathematik!

17.09.2012
23:49
@ bloss keine Klatsche
von Drunsonst | #36

Kleine Nachhilfe in parlamentarischer Demokratie und Geschichte: Es gehört zu den Gepflogenheiten und entspricht der Logik den Vorsitzenden der stärksten Fraktion mit der Regierungsbildung zu beauftragen - siehe aktuell die Niederlande. Dieses Prinzip musste allerdings auch G. Schröder (SPD) nach der Bundestagswahl 2005 erst erklärt werden .... Nach der Wahl vom November 1932 war das nun mal A. Hitler, den Hindenburg als "böhmischen Gefreiten" bezeichnete und sich drei Monate weigerte Hitler zu ernennen bis ihm durch die konservativen Deutschnationalen (DNVP) und bürgerliche Kräfte (Zentrum) zugesichert wurde, dass man Hitler unter Kontrolle halten würde. So glaubte man das zumindest damals .......

1 Antwort
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von Stadewaeldchen | #36-1

Danke für Ihre Nachhilfe, so kannte ich das bisher auch nicht.

Wenn ich recht verstehe - ich konstruiere mal ein fiktives Wahlergebnis
Partei A 40%
Partei B 31%
Partei C 20%

Nach Ihrer Logik soll nun Partei A mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Was aber, wenn Partei B und Partei C eine Koalition bilden wollen?

17.09.2012
15:56
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von bloss-keine-Katsche | #35

Klar war Hindenburg erst gegen Hitler, gegen die Person, aber nicht Politik.
Es gab keinen Zwang Hitler mit der Regierungbildung zu beauftragen. Er und seine Freunde haben gedacht, lass den Mal die Drecksarbeit machen, ....
Den Erfolg werden wir uns auf die Fahne schreiben!

17.09.2012
12:01
Umbennnungen erforderlich
von Drunsonst | #34

Wenn man nun in Münster frühere, dunklere Zeiten aufarbeitet, sollte man vielleicht auch daran denken, daß es in Münster eine Martin-Luther-Straße gibt. Zwar war Martin Luther als Religionsstifter und für die Normierung der deutschen Sprache durchaus verdienstvoll, aber darüber sollte nicht vergessen werden, daß er mit seiner Schrift „von denen Juden und ihren Lügen“ auch glühenden Antisemitismus bewies. Der Stadtrat von Münster sollte sich daher auch um die Umbenennung dieser Straße mal Gedanken machen.

1 Antwort
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von Hagrid | #34-1

Luther war kein Religionsstifter.

17.09.2012
11:54
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von Drunsonst | #33

Richtig so! - und weiter so! Auch die Uni-Münster muss umbenannt werden! Schliesslich trägt sie mit "Westfälische Wilhelms-Universität" den Namen Kaiser Wilhelms II. - dem Dienstherren von Feldmarschall Hindenburg im 1. Weltkrieg!

By the way - wurde Hindenburg nicht in einer demokratischen Wahl zum Reichspräsidenten der Weimarer-Republik gewählt? Wurde nicht auch Hitler`s NSDAP in einer demokratischen Wahl im November 1932 zur grössten Reichstagsfraktion, was zwangsläufig zur Ernennung Hitlers als Kanzler durch den Reischspräsidente Hindenburg im Januar 1933 - ganz nach demokratischen Regeln - führen musste?

17.09.2012
11:09
@feder24
von K.J.Schmitz | #32

wie sieht es denn mit ihrer Geschichtskenntnis aus????

Von Hindenburg kam doch das Ermächtigungsgesetz - ODER ????

1 Antwort
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von feder24 | #32-1

Mein Kommentar bezog sich auf die Aussage der genannetn Historiker auf die "Steigbügelhalterschaft", d.h. für mich auf die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch Hindenburg!

Das mit dem Ermächtigungsgesetz ist eine andere Historie!

17.09.2012
10:16
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von feder24 | #31

Leider verloren gegangen:

Hindenburg war von den Machern dieses Kabinetts überzeugt worden, dass aufgrund dieser Konstellation keine politische Gefahr von Hitler drohen würde!
Aber diese Zusammenhänge einzeln aufzuschlüsseln ist sehr mühsam.
Deshalb lieber Historie „LIGHT“, so wie sie in den Vorartikeln von Vertretern der „Münster“-Geschichtsfakultät beschrieben wurde.

17.09.2012
10:12
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen Hindenburg
von feder24 | #30

Das Wahlergebnis zeugt davon, dass die Mehrheit der hier Beteiligten von deutscher Geschichte wenig Einzelkenntnisse bzw. gar keine haben.
Kein Wunder, wenn, wie in Vorartikeln beschrien, münsteraner Uni-Historiker von Steigbügelhalterung Hindenburgs für Hitler sprechen.
Genau das Gegenteil war der Fall. Hindenburg war im Vorfeld der Bestrebungen Hitlers z. B. zur "Reichskanzlerschaft" ein Gegner dieser Kandidatur, weil er Hitler als kommenden DIKTATUR sah! Er hat Anfang 1933 notgedrungen wegen "mangelnder Alternative" ( das aktuelle Parlamenmt war restlos zerstritten: die Sozis und die Kommunisten hätten, wenn sie sich einig gewesen wären, einen eigenen Kandidaten mehrheitlich bestimmen können!) zugestimmt, weil Hitler in ein Kabinett eingebunden wurde, dass KEINE Nationalsozialisten als Minister hatten. Hindenburg war von den Machern dieses Kabinetts überzeugt worden, dass aufgrund dieser Konstellation keine politische Gefahr von Hitler drohen würde!
Aber diese Zusammenhänge ei

17.09.2012
09:46
Umbennnung abgelehnt
von a_ha | #29

Schön für die Stadt, wenn sie einen
Schlossplatz
hat.
(Was da politisch hinterstecken könnte..... ? Sch... drauf.)

ICH WILL DIESES DOOFE FACEBOOK-POP UP UNTEN NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

1 Antwort
Umbennnung abgelehnt - Münster will keinen
von roadrunner1 | #29-1

Firefox oder Safari nutzen, da gibt es nützliche add-ons um das zu unterbinden..

17.09.2012
09:41
Das ist weniger braunes Gedankengut
von meigustu | #28

als mehr eine irrationale Vorstellung von der guten alten Zeit in der ein mächtiger Übervater gut für seine Kinder sorgte.

Dieses infantile Verantwortungsabgabe findet sich in vielen Ländern - besonders schillernd zur Zeit in Russland.

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