Um des Friedens willen
20.06.2007 | 08:39 Uhr 2007-06-20T08:39:20+0200Warum die Unterhaltsanpassung falsch ist
Erstmals gibt es weniger Trennungsunterhalt für Kinder. "Ein Skandal", wie der Verband alleinerziehender Mütter und Väter meint? Nein, natürlich nicht. Wenn Nettolöhne sinken, erscheint es doch nur fair, dass auch weniger Unterhalt fällig wird. Zudem: Wir reden hier in Millionen Fällen über zwei, drei Euro im Monat. Das wird man doch wohl verkraften können, oder..?In der Tat: Das wird man verkraften können. Und zwar vor allem auf Seiten der zahlenden Elternteile. Sie sind gut beraten, auf die Unterhaltsanpassung zu verzichten - so schmal der Geldbeutel nach der Trennung häufig auch ist.Die Neufassung der Düsseldorfer Tabelle zeigt nur einmal mehr ihre Unzulänglichkeit. Von 202 Euro im Monat sind die Bedürfnisse eines Kindergarten pflichtigen Mädchen oder Jungen nicht angemessen zu erfüllen.Das Absenken des Trennungsunterhalts trägt nur Unfrieden in die höchst fragilen Beziehungen zwischen den getrennt lebenden Elternteilen. Und Frieden, der ist hier ganz im Sinne der Kinder so ungleich wichtiger als Geld.
h.dumke@nrz.de

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