Ukraine: USA werfen Russland erneuten Truppenaufmarsch vor

Marie Harf, Sprecherin des US-Außenministeriums, warf Russland eine massive Aufrüstung in der Ostukraine vor.
Marie Harf, Sprecherin des US-Außenministeriums, warf Russland eine massive Aufrüstung in der Ostukraine vor.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Die USA erheben im Ukraine-Konflikt schwere Vorwürfe in Richtung Russland. Demnach lässt Russlands Präsident Putin neue Truppen aufmarschieren.

Washington.. Die USA werfen Russland einen wieder zunehmenden Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine vor. Russland habe in der Ukraine mittlerweile die größte Präsenz seit Oktober vergangenen Jahres aufgebaut, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Washington.

"Die kombinierten Kräfte Russlands und der Separatisten brechen weiter die Bedingungen der Minsker Vereinbarung aus dem Februar", beschrieb Harf die Situation in der Ukraine.

Russland Separatisten in der Ukraine verfügen über Artillerie

Die Aufständischen in der Ukraine verfügten noch immer über viel Artillerie und zahlreiche Raketenwerfer in unerlaubten Gebieten. Russlands Militär habe weitere Luftabwehrsysteme in die Ukraine gebracht und viele davon näher an die Frontlinie verschoben, sagte Harf.

Die Separatisten seien zudem von Russland eingehend trainiert worden. Dabei seien auch russische Drohnen eingesetzt worden.

Putin versichert: Russland hat keine Truppen in der Ukraine

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte erst vergangene Woche im Fernsehen behauptet, Russland habe keine Truppen in der Ukraine. Gleichzeitig übte Putin heftige Kritik an der ukrainischen Regierung in Kiew.

Putin kritisierte die ukrainische Regierung in Kiew dafür, dass sie den Pensionären im separatistischen Donbass entgegen der Minsker Vereinbarungen keine Renten mehr auszahle.

Spannungen zwischen Moskau und Kiew halten an

Die Spannungen zwischen Russlands Präsident Putin und der ukrainischen Regierung in Kiew reißen seit Monaten nicht ab. Zuletzt hatte ein Mord an pro-russischen Regierungskritikern in Kiew für Ärger gesorgt. Ukrainischen Nationalisten hatten sich anschließend zu der Tat bekannt.

In Kiew ist allerdings die Meinung verbreitet, dass Russland die Morde an dem Publizisten Oles Busina und dem Ex-Abgeordneten Oleg Kalaschnikow selbst angeordnet hat. Russland hat diese Vorwürfe empört zurückgewiesen. (we/dpa)