Türkische Zuwanderer holen bei Schulbildung auf
31.10.2012 | 15:45 Uhr 2012-10-31T15:45:00+0100
Düsseldorf. Jeder fünfte der jungen Migranten besitzt inzwischen die Studienberechtigung. Auf der anderen Seite aber verlassen 15 Prozent die Schule ohne Abschluss. Und trotz Schulabschluss beginnen viele keine Lehre. Das zeigt eine Studie des Zentrums für Türkeistudien.
Türkische Migranten in NRW holen bei der Schulbildung auf : Bereits 21 Prozent der jungen Türkeistämmigen sind studienberechtigt. Gleichzeitig bleiben aber 15 Prozent ohne Schulabschluss – doppelt so viele wie Deutschstämmige. 46 Prozent der türkeistämmigen Migranten der dritten Generation haben keine Berufsausbildung. Selbst 30 Prozent der Migranten mit Schulabschluss machen später keine Ausbildung.
Die Integration bei türkeistämmigen Zuwanderern in NRW macht erhebliche Fortschritte. Das ist das Ergebnis der jüngsten Studie des Essener Zentrums für Türkeistudien, die NRW-Integrationsminister Schneider am Mittwoch vorgestellt hat. Die Bereitschaft zur Einbürgerung aber sei "bedenklich" gering.
Viele Probleme bei den Frauen
Bei der Vorstellung einer Studie des Zentrums für Türkeistudien zur Integration türkeistämmiger Zuwanderer äußerte sich Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) dennoch optimistisch für die 3. Zuwanderer-Generation. Schließlich sprächen 99 Prozent gut oder sehr gut Deutsch, jeder zweite Migrant mache bessere Abschlüsse als seine Eltern. Schneider nannte es aber „Besorgnis erregend“, dass rund 70 Prozent der Heiratsmigranten über keine Ausbildung verfügten.
Besonders problematisch ist die Lage für türkeistämmige jungen Frauen. 58 Prozent verfügen über keine Berufsausbildung – nur knapp ein Fünftel hat eine Lehre absolviert. Der Leiter des Türkeizentrums, Haci-Halil Uslucan, führte die geringe Quote auch darauf zurück, dass diese Frauen schlechtere Chancen auf eine Lehrstelle hätten. Aus Sicht Schneiders müssen aber auch in deren Familien kulturelle Hürden überwunden werden.
Arme und Reiche, Christen und Muslime, Migranten und Einheimische: Wie viel Gegensätze hält unsere Gemeinschaft aus? Die Reaktionen auf das anti-islamische Hass-Video zeigen, wie verwundbar das Zusammenleben der Religionen ist. Darüber reden 2000 Soziologen bei einer Tagung in Bochum und Dortmund.
Kein Trend zur Abwanderung
Immer noch halten sich 26 Prozent der jungen Türkeistämmigen einen Wegzug in die Türkei offen. Uslucan sieht aber keinen Abwanderungstrend, obwohl 80 Prozent der Migranten über „Ausgrenzungserfahrungen“ berichtet hätten. Inzwischen verfügen zwei Drittel der jungen Migranten über regelmäßige Freizeitkontakte zu Deutschen.
Bei allen Erfolgen der Integration bleibt aber noch viel zu tun. Zwar fühlt sich fast jeder zweite Migrant der dritten Generation Deutschland ebenso verbunden wie der Türkei. Immerhin 30 Prozent stehen der Türkei aber näher als Deutschland – nur 27 Prozent Deutschland näher als der Türkei.

18:27
[edt. - Tatsachenbehauptung]
12:19
Die Quote der Studienberechtigten in NRW liegt insgesamt bei 52 %. Da hauen einen die 21 % bei den türkischstämmigen Jugendlichen nicht gerade vom Hocker. Von den wenigen Gebildeten kehren einige sogar Deutschland den Rücken, weil sie in der wirtschaftlich boomenden Türkei bessere berufliche Perspektiven haben. Dass aber 46 % der 3. Zuwanderergeneration keine Berufsausbildung besitzen oder derart viele keinen Schulabschluss, ist in der heutigen Zeit eine sozialpolitische Katastrophe. Wir werden dies alle zukünftig teuer bezahlen!
10:19
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
"Seit über 40 Jahren kommen türkische Gastarbeiter/innen, einst mit den schönsten Versprechungen angeworben, in dieses Lnd!"
Bitte erst informieren. Zuerst kamen Italiener, später Türken. Niemand hat sie angeworben. Die Initiative ging von den Entsendeländern mit ihren großen Problemen, u. A. auf dem Arbeitsmarkt, aus. Für die deutschen Unternehmer waren Gastarbeiter willkommen, weil sie so Lohnerhöhungen vermeiden konnten. Politik und Unternehmen haben also wirksam Lohnerhöhungen verhindert und die Entsendeländer sich teilweise ihrer Probleme entledigt.
21:29
Ich kann das nicht beurteilen.
Aber ich wundere mich, warum solche Integrationsbefragungen nicht auf Deutsch geführt werden.
Das sagt doch wohl mehr aus.
01:02
Leider wird sich das in Zukunft ändern. Die türkischen Kinder werden demnächst rumänische, bulgarische, serbische Kinder integrieren müssen.
Es wird noch viel zu leisten sein in der Bildungspolitik.
23:28
Ich hatte kürzlich mal wieder mit einem, augenscheinlich integrierten, Türken zu tun. Er sprach kaum Deutscvh und sagte, er sei erst seit 1992 hier. Noch Fragen?
Bei Leuten wie IHNEN erübrigen sich Fragen !
23:12
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
22:08
http://www.infogmbh.de/wertewelten/Wertewelten-2012-Pressemitteilung.pdf
Lediglich ein Drittel (31%) der TiD meinen, dass sie besser Deutsch als Türkisch sprechen ‐das deckt sich vollständig mit der entsprechenden Interviewereinschätzung. Besonders guteurteilen jüngere Befragte ihre deutschen Sprachkenntnisse (70% der unter 30‐Jährigensprechen besser Deutsch als Türkisch).
Allerdings wurden dennoch wie in den Jahren zuvor zwei Drittel der Interviews überwiegendin türkischer Sprache geführt.
19:24
Was ich merkwürdig finde, ich kenne viele Iraner und Koreaner. Die meisten von denen studieren. Ich kenne einen 15jährigen Iraner, der hat in einem halben Jahr Deutsch gelernt
Gleichzeitig gibt es hier Menschen die leben 30 - 40 Jahre hier, die können überhaupt kein Deutsch sprechen.
In der "Aktuelle Stunde" WDR hieß es mal "Merkwürdig wir brauchen hier in Köln auf der Keupstr. einen Dolmetscher um uns mit den Leuten zu unterhalten".
Stimmt!
Sicher stimmt das, aber auf Mallorca gibt es 1000ende von deutsxchstaemmigen die nach jahrelangem Aufenthalt kein Wort Spanisch oder Mallorquin sprechen.Also warum regste Dich darueber auf, dass viele Tuerken kein Deutsch koennen.
Ich rege mich nicht darüber auf das die Leute kein Deutsch können, sondern über die Behauptung das die Deutschen daran Schuld sind. Niemand behauptet das es die Spanier in Schuld sind das die deutschen Rentner kein Deutsch können.
Wenn ich nach Spanien über siedle und kein spanisch sprechen kann, bekomme ich in der Regel weder eine Ausbildungsstelle oder einen Arbeitsplatz. Das ist dann meine ganz persönliche Schuld.
Die Mallorca-Auswanderer bekommen aber auch keinen Lebensunterhalt, der durch die spanischen Steuerzahler finanziert wird.
19:17
Das ist gut. 99 % sprechen gut oder sehr gut Deutsch.
Wie hat man das raus gefunden. Man hat türkische Migranten gefragt wie sie selbst ihre Deutschkenntnisse einschätzen.
Und wenn Herr Uslucan behauptet das so wenig türkische Mädchen keine Berufsausbildung haben, weil sie keine Steller erhalten, insgesamt, auch bei den älteren türkischen Migrantinnen ist die Hausfrauenanteil sehr hoch. Auch hier in Deutschland heiraten türkische Migrantinnen früh bekommen Kinder und bleiben im Haushalt. Was ihr gutes Recht ist. Und eine andere Studie des Institutes von Herrn Usculan besagt, das 50 % der türkischen Migranten sich ihre Ehefrauen aus der Türkei nach Deutschland bringen. Die können dann (fast) kein deutsch und auch kaum eine Berufsausbildung beginnen.
Jeder soll in Deutschland so leben wie er möchte, aber man sollte das nicht auf deutsche Arbeitgeber schieben.