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Türkei

Türkei sperrt Luftraum für syrische Passagiermaschinen

14.10.2012 | 16:36 Uhr
Ein syrisches Passagierflugzeug steht in Ankara auf dem Fluhafen Esenboga. Die Türkei hat das syrische Flugzeug am Donnerstag zum Landen gezwungen. Foto: dapd

Ankara.  Die Türkei hat ihren Luftraum für syrische Passagiermaschinen gesperrt. Der Luftraum sei am Samstag für zivile Flugzeuge gesperrt worden, nachdem dies bereits zuvor für Militärmaschinen entschieden worden sei, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu am Sonntag.

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Damaskus/Istanbul, 14.10.12: Der Konflikt zwischen Syrien und der Türkei spitzt sich weiter zu. Nachdem ein syrisches Flugzeug vergangene Woche zur Landung in Istanbul gezwungen worden war, verhängt nun Syrien seinerseits ein Überflugverbot.

Die Türkei hat ihren Luftraum für syrische Flugzeuge gesperrt. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte am Sonntag, die Regierung habe sich zu dem Schritt entschieden, weil das syrische Regime zivile Flüge für den Transport von Militärausrüstung missbrauche. Die Regierung in Damaskus sei bereits am Samstag informiert worden. Der Konflikt um die Überflugrechte begann am vergangenen Mittwoch als die türkische Luftwaffe ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung zwang und nach Waffen durchsuchte.

Nach dem Vorfall erklärten die Behörden in Ankara den syrischen Luftraum für unsicher und untersagten türkischen Flugzeugen, über das Nachbarland zu fliegen. Damaskus sperrte seinerseits den syrischen Luftraum für Maschinen der Fluggesellschaft Turkish Airlines. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA schickte am späten Samstagabend eine entsprechende Mitteilung an Journalisten. (dapd/afp)


Kommentare
14.10.2012
18:11
Türkei sperrt Luftraum für syrische Passagiermaschinen - was bringt dies alles?
von Ani-Metaber | #1

Der beste Schutz für die syrische Bevölkerung wäre gewesen, wenn man von Seiten der EU-Staaten Syrien und damit die dortige Bevölkerung nicht verlassen, auch nicht Assads Sturz gefordert, sondern Transparenz über das Geschehen dort im Lande geschaffen hätte.
Dazu hätte man China und Russland mitnehmen sollen, wie nur irgendwie möglich, bereits im letzten Jahr.
Verfolgten hätte man dennoch helfen können, außer Landes zu kommen, nach den Schicksalen Inhaftierter beständig nachfragen und auch umfassend darüber berichten können, inwieweit freie Meinungsäußerung für die syrische Bevölkerung möglich ist.
Rechtsstaatlichkeit von Gerichtsverfahren und anderes staatlichen Vorgehens brauchten Beobachtung.
Das war aber wohl anstrengender, als von etwa von Berlin dicke Lippe zu riskieren und die Menschen in Syrien im Stich zu lassen.

Und nun?
Ist noch irgendetwas möglich um diesem Land ein schnelles Ende der Kämpfe und auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben, was macht Berlin ?

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