Trittin strebt Spitzenkandidatur der Grünen an
12.08.2012 | 14:27 Uhr 2012-08-12T14:27:27+0200
Berlin. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin will Spitzenkandidat für die Bundestagswahl werden. "Ich trete an und möchte einer der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sein", sagte er in einem Interview.
Fraktionschef Jürgen Trittin will die Grünen in die Bundestagswahl 2013 führen. Trittin erklärte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" seine Bereitschaft zur Spitzenkandidatur. Wer mit ihm die angestrebte Doppelspitze bilden könnte, ist offen. Bislang hat nur Parteichef Claudia Roth ihren Anspruch dazu angemeldet. Er könne mit allen Frauen, über deren Kandidatur spekuliert werde, "gut zusammenarbeiten", sagte Trittin.
Trittin, der seit vielen Jahren Spitzenämter der Grünen innehat und in der rot-grünen Koalition Bundesumweltminister war, erklärte die Ablösung der schwarz-gelben Bundesregierung zu seinem Ziel: "Ich stehe für einen Wahlkampf, der darauf abzielt, die CDU/CSU und die FDP vollständig abzulösen." Dies sei die schlechteste Regierung, die Deutschland seit Jahrzehnten gehabt habe.
Mit der Festlegung Trittins könnte sich drei Wochen vor dem nächsten Länderrat das seit Monaten anhaltende Gezerre um die Spitzenkandidaten der Grünen etwas entspannen. Parteichef Cem Özdemir, der bereits auf eine Kandidatur verzichtet hat, hatte unlängst eine zügige Lösung verlangt. Er beklagte, mit der Personaldebatte raube sich die Partei selbst "wertvolle Zeit und Energie". Auf dem Länderrat am 2. September soll entschieden werden, ob die Kandidatenfrage mit einer Urabstimmung geklärt wird.
Trittin-Bewerbung trifft auf Zustimmung
Neben Roth gelten Fraktionschefin Renate Künast und die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt als mögliche Kandidatinnen für das Spitzenduo. Jede Kandidatin müsse sich aber wie er selbst "einem demokratischen Votum der Partei stellen", sagte Trittin. Er ließ allerdings offen, ob eine Urwahl stattfinden müsse. Wenn es nur zwei Bewerbungen gebe, sei eine Urabstimmung nicht so drängend. "Dann reicht vielleicht eine Entscheidung des nächsten Parteitages," sagte der 58-Jährige dem Magazin.
Obwohl Trittin - wie auch Roth - eher dem linken Lager der Grünen zugerechnet wird, fand seine Bewerbung auch im Realo-Lager Zustimmung. "Jürgen Trittin ist der richtige Mann zur richtigen Zeit", sagte die Wirtschaftsexpertin der Grünen, Kerstin Andreae, der "Welt". Er präge die entscheidenden politischen Felder und beweise Weitsicht und Realitätssinn in Umwelt-, Finanz- und Europafragen. (dapd)

20:05
[off topic]
14:18
Schick! Trittin und Steinbrück gegen Deutschland. Da wird uns Mutti wohl auch weiterhin lange erhalten bleiben... ;-)
12:37
Ein Sozialverräter an der Spitze der Grünen wird viele Stimmen kosten.
11:54
Ein begrüßenswerter Schritt. JT ist ein Sturkopf - und den braucht Deutschland in Zukunft ganz bestimmt! Schließlich wabbelt die aktuelle Schwarz-Gelbe-Koalition derzeit wie ein weichgekochtes Ei durch alle wichtigen, politischen Felder und deren Teenie-Minister (Schröder) verzapfen einen Mist nach dem anderen. Wer die Energiewende wirklich will, sollte JT unterstützen. Auch wenn er gelegentlich etwas "anstrengend" ist ... ...
11:50
"Trittin - wie auch Roth - werden eher dem linken Lager der Grünen zugerechnet." - Ein schlechter Witz!
Wenn es bei den Grünen ein linkes Lager geben sollte, wo verortet sich dann das rechte Lager? Rechts von FDP und CSU?
11:36
Dieser Lehrer ...
10:44
am Besten verschwände er von der Bildfläche...und die Betroffenheitsbeauftragte Roth gleich mit.
19:50
Einer der Sozialverräter, die man nicht wählen kann.
19:18
als umweltminister hat der doch auch nur mist verzapft, ach ja da gab es doch die tolle tortenfete auf kosten der steuerzahler, kostete schlappe 36000 euro gelle!
18:56
Sommerloch-Nachrichten. Wen interessiert schon, was Trittin will bzw. werden will? Selbst wenn ich mich nur ansatzweise mit den Zielen der Grünen identifizieren könnte, würde er als Person mich auf jeden Fall davon abhalten, diese Partei zu wählen. Davon ab: was oder wen ich wähle, entscheidet sich ohnehin erst dann, wenn die Wahl ansteht. Wenn man sich Trittin nun noch im Doppelpack mit Claudia Roth vorstellt, erscheint selbst das SPD-Duo Gabriel/Nahles auf einmal als halb so schlimm - Huch, hab ich das wirklich geschrieben? Aber selbst die schlimmsten Albträume lassen sich wohl noch steigern...