Triebwerkfehler offenbar Ursache für Flugzeugabsturz

Madrid..  Die Zahl der Toten des Nato-Flugzeugunglücks auf der spanischen Luftwaffenbasis in Albacete hat sich auf elf erhöht. Neun Opfer, meist Piloten und Mechaniker, sind französische Militärs, zwei stammen aus Griechenland. Weitere 21 Personen, zehn französische und elf italienische Soldaten, wurden bei der Tragödie, die sich während eines Nato-Ausbildungsprogramms ereignete, verletzt. Etliche der Verletzten schweben noch in Lebensgefahr. Die Basis „Los Llanos“ in Albacete liegt etwa 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Madrid.

Am Montagnachmittag war ein griechischer F-16-Kampfjet kurz nach dem Abheben außer Kontrolle geraten, auf mehrere andere neben der Startbahn wartende Flugzeuge gestürzt und explodiert. Ein riesiger Feuerball hüllte die Unfallstelle ein, die dicke schwarze Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr hatte wegen der großen Hitze und der giftigen Kerosindämpfe Schwierigkeiten, zu den Flugzeugwracks vorzudringen. Sechs französische Flugzeuge und auch mehrere italienische Jets sollen durch die Explosion zerstört worden sein.

Eine Untersuchungskommission der Nato wie auch des spanischen Verteidigungsministeriums nahm die Ermittlungen auf. Diese wurden zur Geheimsache erklärt. Ein Anschlag wurde aber offenbar ausgeschlossen. Spaniens Verteidigungsminister Pedro Morenés beschränkte sich auf die Mitteilung, dass die „Unglücksursache unbekannt“ sei. Ersten Vermutungen zufolge könnte ein technischer Fehler im Triebwerk dazu geführt haben, dass die Maschine beim Start an Schub verlor und nicht mehr gesteuert werden konnte.

An dem vierwöchigen Nato-Trainingsprogramm in Albacete nahmen Piloten aus mehreren Nato-Ländern teil, darunter Franzosen, Italiener, Griechen und Spanier. Auch acht deutsche Luftwaffenjets sollen sich samt Piloten und Mechanikern auf der spanischen Basis befunden haben. Die deutschen Luftwaffenangehörigen blieben aber nach bisherigen Informationen unversehrt.