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Schul-Massaker

Trauer nach Blutbad an US-Grundschule - "Es war entsetzlich"

15.12.2012 | 10:04 Uhr
Kinder trauern um die Opfer des Schul-Massakers in Newtown.Foto: Reuters

Washington.   Trauer und Bestürzung nach dem Schul-Massaker an einer US-Grundschule: Ein 20-Jähriger hatte nach Polizeiangaben erst seine Mutter, dann 20 Kinder und sechs Erwachsene getötet. Bei einer Rede im US-Fernsehen konnte auch Präsident Barack Obama die Tränen kaum zurückhalten: "Unsere Herzen sind gebrochen."

Nach dem bislang schlimmsten Amoklauf an einer US-Schule mit 27 Toten rätselt Amerika schockiert über die Hintergründe der Tat. Der 20 Jahre alte Todesschütze nahm sich das Leben, nachdem er 20 Kinder zwischen fünf und zehn Jahren sowie sechs Erwachsene getötet hatte. Seine Mutter wurde ermordet in einer Wohnung in Newtown im Bundesstaat Connecticut gefunden.

USA
Entsetzen über Blutbad an US-Grundschule mit Dutzenden Toten

Bei einer Schießerei an einer Grundschule im US-Staat Connecticut hat es am Freitag mindestens 27 Tote gegeben, darunter der Schütze und mindestens 20 Kinder. Der Mann soll in der Schule auch seine Mutter, eine Lehrerin, erschossen haben. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Laut den Polizeiangaben sieht der grobe Tatablauf des schlimmsten Schul-Massaker in der amerikanischen Geschichte vorläufig so aus: Adam Lanza, ein 20-Jähriger, schießt am frühen Morgen in der gemeinsamen Wohnung in der Yogananda Street der Kleinstadt im US-Ostküstenbundesstaat Connecticut seiner Mutter Nancy (52) ins Gesicht. Motiv: unbekannt.

Lanza hat offenbar keine Briefe hinterlassen. Einen Facebook-Eintrag besitzt er nicht, schreibt die "New York Times". Es soll Streit gegeben haben zwischen dem als zurückgezogen und fast autistisch beschriebenen Jungen und seiner in der Newtowner Gesellschaft bekannten und anerkannten Mutter, berichten andere US-Zeitungen. Die Eltern waren seit 2008 getrennt, Peter, der Vater, ein Steuer-Experte bei der Firma General Electric, hatte in der Nähe neu geheiratet.

Trauer in Newtown

Nach dem Mord an seiner Mutter steigt Adam Lanza in ihr Auto, fährt ein paar Meilen zur Schule, wo Nancy Lanza noch am Tag zuvor als Lehrerin im Kindergarten gearbeitet hat. Lanza trägt schwarze Kleidung und eine schusssichere Weste. Mit dabei hat er zwei Pistolen, eine Glock, eine Sig-Sauer sowie ein halbautomatisches Schnellfeuergewehr vom Typ Bushmaster. Ähnliches benutzen US-Soldaten in Afghanistan. Alle drei Waffen sind, wie sich später herausstellt, auf den Namen seiner Mutter zugelassen.

Als der junge Mann vor 9.30 Uhr eintrifft, soll er nach Angaben der Polizei mit Gewalt den Weg ins Gebäude erzwungen haben. Erste Berichte, dass die Schulleiterin den Sohn einer Lehrerin erkannt und ins Gebäude gelassen haben soll, bestätigte die Polizei nicht.

US-Waffenrecht
Waffenrecht in den USA - ein mörderischer Wahnsinn

Viele Fragen sind nach dem schrecklichen Blutbad in Connecticut noch offen. Das Massaker löst die üblichen Reflexe aus: Wie konnte es soweit kommen? Wie kann man solche Taten verhindern? Fest steht: Die Waffengesetze in den USA sind verantwortungslos. Präsident Obama muss handeln. Ein Kommentar

Lanza eröffnet das Feuer. Erst im Zimmer des „Principal“ - wie hier der Direx heißt,  Hochsprung stirbt, dann in zwei bestimmten Klassenräumen – dem Arbeitsplatz seiner Mutter. Um 9.36 Uhr geht der erste Polizeifunkspruch über den Draht. "Sandy-Hook-Schule. Anruferin sagt, sie glaubt, jemand schieße im Gebäude um sich", meldete der Funker laut einer Mitschrift, die der "New York Post" vorliegt.

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    Seite 3: Obama: „Wir müssen weitere Tragödien verhindern"

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