Tote bei Terroranschlag in Kopenhagen

Kopenhagen/Braunschweig..  Nach zwei Terroranschlägen in Kopenhagen hat die Polizei den mutmaßlichen Attentäter erschossen. Der Mann soll für den Mord an einem Gast einer Diskussion über Meinungsfreiheit in einem Café und an einem jüdischen Wachmann vor einer Synagoge verantwortlich sein. Die Taten etwa fünf Wochen nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ lösten in vielen Ländern Bestürzung aus.

Die Angst vor Terroranschlägen erfasst den Karneval. Gestern wurde der Umzug in Braunschweig kurz vor dem Start wegen Hinweisen auf ein mögliches Attentat abgesagt. Aus „zuverlässigen Staatsschutzquellen“ sei bekannt geworden, dass „eine konkrete Gefährdung durch einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund“ vorliege, erklärte die Polizei. Zum Braunschweiger Karneval waren 250 000 Besucher erwartet worden.

Viele Karnevalisten in Braun- schweig reagierten enttäuscht. Oberbürgermeister Markurth (SPD) sagte, dies sei „ein trauriger Tag für unsere demokratische Gesellschaft“. Aber: „Die Einschätzung der Polizei ließ eine andere Entscheidung nicht zu.“

NRW: Keine neue Sicherheitslage

Heute werden unter anderem in den Karnevalshochburgen in Köln, Düsseldorf und Mainz wieder Hunderttausende bei Straßenumzügen erwartet. Die Züge sollen trotz der Ereignisse in Kopenhagen und Braunschweig stattfinden, so die Behörden. Denn: Das NRW-Innenministerium sieht keine veränderte Sicherheitslage. „Niemand sollte sich den Spaß an Karneval verderben lassen“, betonte ein Sprecher von Innenminister Ralf Jäger (SPD).