Tödliches Ende einer illegalen Schlittenfahrt auf der Bobbahn

Winterberg..  Tragisches Ende einer gefährlichen Rutschpartie: Drei jungen Männern ist die illegale Schlittenfahrt auf der Winterberger Bobbahn am frühen Samstagmorgen zum Verhängnis geworden. Einer von ihnen starb, zwei verletzten sich schwer, als sie auf ihren Kinderbobs in Kurve 13 gegen einen Mini-Traktor prallten.

Die Opfer waren offenbar extra aus Hamm angereist. Ein vierter Beteiligter, der Fahrer des Autos, ließ die drei 25, 26 und 29 Jahre alten Männer mit ihren Plastikschlitten in Höhe des Starts aussteigen. Dort kletterten sie über den Zaun und gelangten zur Bobbahn. Im Zielbereich wollte der Fahrer sie wieder in Empfang nehmen.

Doch dazu kam es nicht: Dort, wo sonst Profisportler mit bis zu 140 km/h unterwegs sind, rutschten die Männer in ihr Unglück. Das Trio kollidierte vor der letzten Kurve mit dem dort abgestellten Mini-Traktor, der zum Aufbereiten der Eisflächen genutzt wird.

Gegen 4 Uhr morgens hörte ein Zeuge Hilferufe aus der Bahn und verständigte die Rettungskräfte. Für den 25-jährigen Mann aus Hamm kam jede Hilfe zu spät. Seine beiden Begleiter wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus und eine Unfallklinik gebracht. Lebensgefahr besteht nach Auskunft der Polizei nicht.

Die Staatsanwaltschaft aus Arnsberg hat die Ermittlungen zum Hergang übernommen. Die Strecke wurde am Samstagmittag wieder freigegeben – die Deutsche Meisterschaft im Skeleton wurde nach Beratungen von Organisatoren und Sportlern am Sonntag ausgetragen. Die Stimmung während des Wettkampfes war sehr gedrückt.

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