Teure Atomruinen in NRW

Schneller Brüter, Kalkar. Die Brutreaktor-Technik galt in den 70er-Jahren als zukunftsträchtig. Sie sollte mit wenig Uran auskommen – der Rohstoff, der in der alten Bundesrepublik kaum, in der DDR in großem Umfang vorhanden war.

1973 legte RWE den Grundstein. Mehrfach gab es Sicherheitsbedenken. Der Bau war zudem von großen Protesten begleitet.

1985 fertig, ging der Brüter nie in Betrieb. 1991 wurde das Projekt, dessen Kosten sich vervierzehnfacht hatten, beendet. Heute ist hier ein Vergnügungspark.
Hochtemperaturreaktor, Hamm.
Die neue, graphit-basierte Technik dieses Kugelhaufenreaktors sollte einen besonders wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.

Das Projekt wurde 1971 gestartet, nach einer Kostensteigerung auf vier Milliarden D-Mark produzierte der Reaktor 1987 bis 1989 Strom.

Immer wieder gab es Sicherheitsbedenken und Störfälle. Die Betreiber, darunter einige Städte, schalteten den Reaktor schließlich ab.

Heute ist er „sicher eingeschlossen“ und soll in etwa 20 Jahren abgerissen werden.