Terroristen planten Enthauptung

Madrid..  Sie wollten ihre Opfer kidnappen, in orange Overalls stecken und enthaupten. Oder Menschen mit Messern abschlachten. Die grauenvollen Szenen sollten gefilmt und dann veröffentlicht werden, um die Welt zu schocken. Ganz nach dem Vorbild der Terrororganisation IS.

Die Horrorpläne jener spanisch-marokkanischen Terrorzelle, welche dieser Tage in Spaniens Mittelmeerregion Katalonien zerschlagen wurde, gelten als Hinweis darauf, dass der Terrorkrieg religiöser Fundamentalisten auch in Europa eine neue Dimension annehmen könnte. Einen ersten Fall einer solchen öffentlichen Hinrichtung hatte es 2013 in London gegeben, als zwei zum Islam konvertierte britische Fanatiker einen Soldaten töteten.

Die Polizei kam nun der spanischen Terrorgruppe, die ähnliche Pläne hatte, durch die verdeckte Überwachung der Islamistenszene auf die Spur. Aus abgehörten Telefongesprächen und abgefangenen E-­Mails geht hervor, dass die elfköpfige Dschihadisten-Gruppe eine Serie von Attentaten geplant hatte. Etwa einen Bombenanschlag auf eine jüdische Buchhandlung in Barcelona, die Entführung einer Bankdirektorin, die Ermordung von Politikern und Anschläge auf Polizeistationen sowie das Regionalparlament.

Die Terrorplanungen sollen sich „im Anfangsstadium“ befunden haben. Aber es sei bei der Festnahme am 8. April ein reichhaltiges „kriegerisches Arsenal“ gefunden worden. In Spanien sind seit Januar mehr als 40 Dschihadisten festgenommen worden.