Teilmobilmachung – Ukraine bewaffnet weitere 50.000 Mann

Die prorussischen Separatisten werfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen.
Die prorussischen Separatisten werfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen.
Foto:  Alexander Ermochenko
Was wir bereits wissen
Im Kampf gegen prorussische Separatisten hat die Ukraine mit einer umstrittenen Teilmobilmachung von zusätzlich bis zu 50.000 Mann begonnen.

Kiew.. Soldaten, die bereits lange im Einsatz gegen die Aufständischen im Osten des Landes seien, sollten durch Reservisten ersetzt werden, teilte am Dienstag das Verteidigungsministerium in Kiew mit.

Die Aufständischen und die Führung in Moskau kritisieren diese massive Verstärkung der Armee scharf. Beobachter befürchten eine weitere Eskalation der Lage.

"Wir sind bereit, angemessen zu reagieren"

Separatistenführer Alexander Sachartschenko warf der prowestlichen Regierung in Kiew "Kriegsvorbereitungen" vor. "Wir sind nicht schwach und sind bereit, angemessen zu reagieren", warnte er in Donezk.

Ukraine Das Fernsehen zeigte junge Männer bei ärztlichen Untersuchungen und beim Empfang von Waffen und Uniformen. In zwei weiteren Etappen sollen von April und Juni an erneut mehr als 50 000 Soldaten eingezogen werden. Die Teilmobilmachung erhöhe die Sicherheit der Ex-Sowjetrepublik, sagte der Berater von Präsident Petro Poroschenko, Juri Birjukow, mit Verweis auf Russland.

"Entlang unserer Grenze ist ein feindseliges Land. Deshalb müssen wir ständig weitere Menschen im Umgang mit der Waffe ausbilden, um unser Land zu schützen", sagte Birjukow in Kiew. (dpa)