Tausende Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen

Proteste: Plakate mit Bildern von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy, über denen ironisch „Vertrauen erweckend“ steht.
Proteste: Plakate mit Bildern von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy, über denen ironisch „Vertrauen erweckend“ steht.
Foto: AP
Was wir bereits wissen
Mehrere tausend Menschen haben am Wochenende im Zentrum von Madrid gegen die Sparmaßnahmen der spanischen Regierung protestiert. Viele Demonstranten waren Staatsbeamte, deren Gehälter 2013 Jahr eingefroren werden. Sie fürchten unter anderem tiefe Einschnitten im Gesundheitssystem.

Madrid.. Der Protest gegen Sparmaßnahmen der Regierung hat am Wochenende Tausende Spanier auf die Straße getrieben. Im Zentrum von Madrid demonstrierten am Samstag zudem zahlreiche Staatsbeamte, deren Gehälter im kommenden Jahr eingefroren werden. Sie fürchten, dass es durch den radikalen Sparkurs zu tiefen Einschnitten im Gesundheitssystem und zur Privatisierung staatlicher Dienstleistungen kommen könnte.

„Ich arbeite im Krankenhaus, aber werde arbeitslos“, sagte eine Krankenschwester mit Blick auf den befürchteten Aderlass im Gesundheitswesen. Schon jetzt werde mit Minimalbesetzung gearbeitet. „Dies wird nicht nur Krankenhäuser betreffen, sondern auch die Bildung und Dienstleistungen, alles.“

Spanien steckt derzeit in der zweiten Rezession innerhalb von drei Jahren und kämpft mit einer Arbeitslosenquote von fast 25 Prozent. Seit ihrem Amtsantritt vor mehr als neun Monaten hat die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy den Bürgern des Landes harte Sparmaßnahmen auferlegt. Immer wieder kam es seither zu Protesten und Krawallen. (dapd)