Tarifstreit bei Kitas in der nächsten Runde

An Rhein und Ruhr..  Begleitet von Warnstreiks und Demonstrationen sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in Kommunen weitergegangen. In der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf ging es gestern um die Eingruppierungen von Erziehern und Kinderpflegern.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die mehr als 220 000 Beschäftigten eine höhere Eingruppierung und damit im Durchschnitt eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent. Die Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnen eine pauschale Erhöhung in der Höhe ab. Die Forderung summiere sich für Kommunen auf Mehrkosten von 1,2 Mrd Euro pro Jahr. Die Gewerkschaft begründet ihren Anspruch mit den gestiegenen Anforderungen: In Kitas etwa gehörten Sprachtests, frühkindliche Bildung oder Arbeit mit den Eltern zum Alltag. „Das drückt sich schon lange nicht mehr in der Bezahlung aus“, sagte Verdi-Verhandlungsleiter Onno Dannenberg.

Parallel zu den Verhandlungen gab es erneut Warnstreiks. In Düsseldorf blieben 20 von 101 kommunalen Kindertagesstätten dicht. In Thüringen legten Erzieherinnen in 26 Kitas von Erfurt und Gotha für einen Tag die Arbeit nieder. In Sachsen-Anhalt beteiligten sich laut Verdi rund 120 Erzieher der städtischen Kitas in Magdeburg und Burg.