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Syrien

Syrer protestieren trotz heftiger Kämpfe weiter gegen Präsident Assad

03.08.2012 | 17:27 Uhr
Obwohl die syrischen Truppen mit aller Härte gegen Protestierer vorgehen sollen, kam es in Aleppo erneut zu Demonstrationen.Foto: dapd

Aleppo  Die Demonstrationen gegen Präsident Baschar al-Assad in Aleppo gehen trotz heftiger Kämpfe unvermindert weiter. Nach dem Freitagsgebet soll es in vielen Stadtteilen Kundgebungen gegeben haben. Unterdessen starteten türkische Truppen an der Grenze zu Syrien ein Manöver.

Trotz heftiger Kämpfe in der nordwestsyrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo sind in der Stadt am Freitag hunderte Menschen gegen Präsident Baschar al-Assad auf die Straße gegangen. Bei Protesten im Stadtteil Al-Schaar forderten sie den Tod des Staatschefs. "Heute können wir auf die Straße gehen", sagte ein 20-jähriger Demonstrant. Zuvor seien in dem Viertel überall regierungstreue Milizen unterwegs gewesen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete von Kundgebungen nach den Freitagsgebeten in weiteren Stadtteilen Aleppos. Zudem habe es in den Provinzen Daraa im Süden und Idlib im Nordwesten des Landes Demonstrationen gegeben. In den westlichen Städten Tartus und Hama schlugen Regierungstruppen demnach Proteste nieder. Die östliche Provinz Deir Essor werde hingegen weitgehend von den Rebellen kontrolliert. Laut der Beobachtungsstelle und der syrischen Regierung wurden landesweit zahlreiche Menschen getötet.

Türkei droht mit Intervention

An der Grenze zu Syrien stationierte türkische Truppen starteten unterdessen in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs Oncupinar ein Manöver mit Panzern und Luftabwehrgeschützen. Die Türkei droht im Fall der Entstehung "terroristischer Strukturen" in Syrien mit einer Intervention.

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Die syrische Armee weitet ihre Offensive gegen die Rebellen in der Millionenmetropole aus. Allein am Montag kamen nach Angaben der oppositionellen Beobachterstelle für Menschenrechte mehr als 100 Menschen um, darunter 73 Zivilisten.

Sie hat dabei vor allem die von Ankara verbotene militante Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Blick. In der Türkei leben derzeit etwa 45.000 syrische Flüchtlinge. Am Freitag floh zudem ein weiterer syrischer General in das Land. Damit befinden sich dort inzwischen 29 syrische Generäle. (afp)

Kommentare
04.08.2012
11:23
Syrer protestieren trotz heftiger Kämpfe weiter gegen Präsident Assad
von GrafVonDingelstein | #5

Es sind keine neutralen Beobachet im Land die "ehrlich" über den Zustand dort berichten könnten, aber hier hat man den "bösen" Feind schon ganz klar...
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Syrer protestieren trotz heftiger Kämpfe weiter gegen Präsident Assad
Syrer protestieren trotz heftiger Kämpfe weiter gegen Präsident Assad
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2012-08-03 17:27
Politik