Studie: Hohe Beamte leben am längsten
24.06.2008 | 21:55 Uhr 2008-06-24T21:55:19+0200Dortmund. Beamte der höheren Laufbahn haben mit Abstand die höchste Lebenserwartung nach Eintritt in das Rentenalter als alle anderen Einkommensgruppen. ...
... Sie leben im Schnitt rund fünf Jahre länger als Menschen, die in ihrem Leben weniger als 1000 Euro monatlich verdient haben. Das ergab eine Studie, für die Forscher der Universität Rostock in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung in Rostock Daten von über fünf Millionen männlichen Rentenversicherten ausgewertet haben. Die Ergebnisse wurden jetzt von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht.
Demnach beträgt die mittlere Lebenserwartung von 65 Jahre alten Beamten der höheren Laufbahn noch rund 19,6 Jahre. Bei Beamten der einfachen Laufbahn sind es bereits knapp vier Jahre weniger. Für Rembrandt Scholz, einer der Autoren der Studie vom Max-Planck-Institut, gibt es durchaus einen indirekten Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung: "Die Ernährung und das Gesundheitsverhalten spielen eine wesentliche Rolle", so Scholz im WR-Gespräch. So arbeiteten Menschen mit höherem Einkommen seltener in Berufen, die körperlich stark belasten. Finanziell besser gestellte Personen hätten auch eher das nötige Geld, um zusätzlich für ihre Gesundheit vorzusorgen.
Gesundheitlich besonders stark belastet sind laut Informationen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz Schichtarbeiter, insbesondere im Nachtdienst. Lärmschwerhörigkeit, Asbestose und Lungenkrebs gehören zu den Berufskrankheiten, die am häufigsten anerkannt werden.

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