Studentendemo erntet Kritik und Verständnis
05.05.2010 | 19:55 Uhr 2010-05-05T19:55:00+0200
Düsseldorf.„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, stand auf Plakaten. Die Demonstration galt als Höhepunkt der Kampagne „Bildungsperspektive NRW“.
Der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE, Udo Beckmann, unterstützte den Protest gegen die bis zu 500 Euro Studiengebühren pro Semester in NRW. Studenten zahlten „zwar viel Geld, aber die Hörsäle sind immer noch überfüllt“, klagte Beckmann.
CDU-Bildungsexperte Klaus Kaiser kritisierte die vor der Landtagswahl „politisch angeordneten“ Proteste. Viele Studenten- und Schülerverbände hätten deshalb eine Teilnahme abgesagt. Kaiser verwies auf eine Emnid-Umfrage, wonach 76 Prozent „die rot-rot-grünen Pläne für eine einheitliche Schule“ ablehnten.
An der Demonstration vor der Landtag hatten sich zahlreiche mit Antifa-Fahnen ausgestattete Linksaktivistin beteiligt, die auch anarchistische Flugblätter verteilten.
SPD-Schulexpertin Ute Schäfer bezeichnete die Proteste als berechtigt. „Wir brauchen das längere gemeinsame Lernen in der Gemeinschaftsschule, eine Ausbildungsgarantie und die Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Uni“, forderte Schäfer. Die FDP-Expertin Ingrid Pieper-von Heiden warf der rot-grünen Vorgängerregierung vor, bis 2005 Raubbau an der Bildung betrieben zu haben. So habe die SPD sogar den Abbau von 16 000 Lehrerstellen beschlossen. Damals war Schäfer noch Schulministerin in NRW.
Für den grünen Bildungsexperten Kai Gehring müssen die Hochschulen den Prüfungsdruck verringern, mehr Zeit für Praxis- und Auslandssemester lassen und zusätzliche Master-Studiengänge anbieten. FDP-Experte Ralf Witzel erinnerte daran, dass zwei Drittel der Bafög-Empfänger faktisch von der Rückzahlung der Studienbeiträge befreit sind, weil sie mit der Bafög-Rückzahlung die Obergrenzen erreichen. Der Philologenverband teilte mit, dass es bei den schriftlichen Prüfungen im Zentralabitur der Gymnasien in keinem Fach Beschwerden über Fehler in der Aufgabenstellung gegeben habe.

15:31
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16:32
Vor allem der suggestive poltische Charakter des Beitrags ist frappierend...
Schwarz-gelb ist keine sinnvolle Alternative liebe WAZ, und schon gar nicht in der Bildungspolitik...
Da muss man das Engagement anderer politischer Spektren nicht automatisch diffamieren!
12:22
An Eska: Ich waiss kar nich, vorüper Si zich beschwären, di Praggtikanten hir hapen doch alle ainen Schuhapschluss ..irgendwie.
11:27
An der Demonstration vor der Landtag hatten sich zahlreiche mit Antifa-Fahnen ausgestattete Linksaktivistin beteiligt
Wird bei Der Westen eigentlich überhaupt noch korrekturgelesen?
*kopfschüttelnd*