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Gasbohrungen

Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung

31.08.2012 | 16:09 Uhr
Bürger protestieren vor einer Probebohrstelle des Unternehmens ExxonMobil in im Emsland gegen die umstrittene Gasförderung.

Düsseldorf.   Ein neues Gutachten zur umstrittenen Gas-Fördertechnik "Fracking" untermauert die Befürchtungen, dass von der umstrittenen Fracking-Methode zur Förderung von Erdgas erhebliche Risiken ausgehen. Die rot-grüne NRW-Landesregierung steht vor einer Grundsatzentscheidung: Wird Fracking in NRW erlaubt?

Die rot-grüne Landesregierung steht vor einer Grundsatzentscheidung über die künftige Genehmigung von unkonventioneller Erdgasförderung in NRW. In der kommenden Woche soll ein 700-seitiges Gutachten fertig gestellt werden , das die Umweltrisiken der sogenannten Fracking-Methode beleuchtet.

Bei dieser umstrittenen Technik wird Flüssigkeit in tiefe Gesteinsschichten in der Erde gepresst, um Gasvorräte anzuzapfen. Internationale Mineralölkonzerne wie ExxonMobil versprechen sich von Bohrungen in NRW größere Fördervorkommen. Bislang blockiert Rot-Grün Probebohrungen, die nach dem Bundesbergrecht möglich wären, über das Landeswassergesetz und verweist auf die Risikostudie als weitere Entscheidungsgrundlage.

Bedenken bestätigt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht seine Bedenken gegen das Fracking bereits durch erste Zwischenergebnisse der Studie bestätigt. Die hohen Risiken für die Umwelt und Trinkwasserversorgung würden durch das Gutachten unterstrichen, vermutet BUND-Geschäftsführer Dirk Jansen. In der Landesregierung dagegen heißt es, die Studie liege in der Schlussfassung noch nicht vor, so dass es keine politische Vorfestlegung gebe.

Bohrtechnik "Fracking"

Dem Vernehmen nach will Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) keine Probebohrungen genehmigen, wenn sich das Fracking als umweltschädlich erweise. Der BUND findet das logisch: Wer Fracking ablehne, brauche keine Gasfelder zu erkunden. Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) dagegen zeigt sich offen für Erkundungsbohrungen ohne Chemie-Einsatz: „Zu sagen ‚Nichts geht mehr’ ist in einem Industrieland nicht vernünftig.“

Tobias Blasius



Kommentare
01.09.2012
21:38
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #14

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.09.2012
15:08
Infos zu Fracking...
von VitoCornelius | #13

... und ähnlichen Themen hier schön verständlich in 4 Teilen zusammen gefaßt. Die großen Konzerne und unsere bodenständigen Volksvertreter binden uns wieder einen ziemlich großen Bären auf. Lest selber, und schaut euch die Bilder aus den USA und Kanada an! Es ist ein riesen Aufwand mit echt fragwürdigem Nutzen.

Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 1: Tight Oil
http://www.peak-oil.com/2012/04/unkonventionelles-oel-tight-oil/

Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 2: Ölschiefer
http://www.peak-oil.com/2012/05/unkonventionelles-oel-oelschiefer/

Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 3: Gas to Liquid
http://www.peak-oil.com/2012/05/unkonventionelles-ol-die-losung-fur-peak-oil-teil-3-gas-to-liquid/

Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 4: Kohleverflüssigung (CtL)
http://www.peak-oil.com/2012/06/unkonventionelles-ol-die-losung-fur-peak-oil-teil-4-kohleverflussigung-ctl/

01.09.2012
11:32
@3 + @11
von Ismet | #12

Ruhrgebieti hat das entscheidende schon gesagt, das die US Amerikaner erstmal bei sich diese Methode über einen längeren Zeitraum anwenden sollen. In 10-20 Jahren kann man mal wieder darüber nachdenken ob uns sauberes Wasser lieber ist oder das wir lieber unseren SUV mit Benzin versorgen um damit Umwelt noch mehr Zerstören...

Joergweidemann hat auch etwas herausgefunden bzgl. der Verharmlosung der chemischen Einsatzstoffe die benötigt werden um das Gas aus den Stein und Schieferschichten zu Lösen. Es ist keine einfache Flüssigkeit die da gebraucht wird. Aber was solls. Journalisten sind auch nur Menschen, mit denselben Fehlern und Verfehlungen...

01.09.2012
09:43
WAZ macht aus hochgiftigem Chemie-Cocktail eine "Flüssigkeit"
von joergweidemann | #11

Schon krass, wie die WAZ vom 1.9. einen giftigen Chemikalien-Cocktail, der beim Fracking mit Hochdruck ins Gestein gejagt wird, zu einer "Flüssigkeit" verharmlost. Gelogen ist das nicht, denn der Chemie-Cocktail ist tatsächlich flüssig. Aber ob es die Wahrheit ist? Die Flüssigkeit enthält u.a. Butyldiglycol, Polyethylenglycol-Monohexylether, Cholinchlorid, Benzol, Ethylbenzol. Das ist krebseregend, gesundheitsschädlich und hochgiftig - eben eine "Flüssigkeit"?

01.09.2012
09:39
Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung
von Emagic | #10

* Irgendwie muß die Erde doch zu zerstören sein* -;-
Mir fehlt es böse am Verständnis dafür, noch den allerletzten Rest aus der Erde zu quetschen. Das ist keine Verantwortlichkeit für spätere Generationen, das ist purer Egoismus. Ich bin mit dem Fracking in keinster Weise einverstanden.

01.09.2012
01:10
Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung
von fogfog | #9

die konzerne kassieren fürs gas ab und die allgemeinheit zahlt für die grundwasserreinigung. aber parteispenden machen es möglich.

31.08.2012
19:17
Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung
von Pit01 | #8

Ich hoffe, das Politik und Bergamt das "Fracken " verbieten. Das Risiko einer Grundwasserverseuchung ist riesengroß. Schon allein der Gedanke das Millionen Kubikmeter Wasser und unbekannte Chemikalien ins Erdreich gepumpt werden sollen macht einem Angst.

31.08.2012
19:15
Für ein paar Tage Gas
von meigustu | #7

sollte man nicht das Grundwasser versauen. Man muss auch mal nein sagen können.

31.08.2012
18:56
Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung
von meinemeinungdazu | #6

Bei einem Ja könnten Rot und Grün Millionen Stimmen verlieren. Sie wären nicht mehr glaubwürdig. Lasst das Gas für spätere Generationen in der Erde!!!

31.08.2012
18:51
Was glauben Kraft und Löhrmann eigentlich, warum sie gewählt wurden?
von DerRheinberger | #5

Um uns dieses verbrecherische Fracking zu ersparen. Sollten die beiden trotzdem einen Kniefall vor den Energiekonzernen veranstalten, werden sie die Bevölkerung richtig kennenlernen.

Aktuell beweisen die Grünen in Person ihrer Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lüttges, wie man z.B. den Betreiber der Giftmülldeponie Eyller-Berg in Kamp-Lintfort aus der Schusslinie nimmt, obwohl hier nachweislich die Menschen in der Umgebung an Krebs wegsterben! Oder die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH in Duisburg, die mit dem Segen der grünen Regierungspräsidentin ihr Anlage mitten in einem Wohngebiet auch noch erweitern darf. Wohlgemerkt:
Hier wird radiaktiver Schrott hingekarrt und weiterverarbeitet!

Die Grünen sind nur noch eine, allerdings leicht zu durchschauende, Mogelpackung!

1 Antwort
Streit um „Fracking“ in NRW steht vor der Entscheidung
von stefan48 | #5-1

für mich, sind die Grünen nur noch die FDP im Grünen Mantel.

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