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Sex-Affäre

Strauss-Kahn kommt frei und muss Fußfessel tragen

19.05.2011 | 21:18 Uhr

New York.   Gegen den zurückgetretenen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist am Donnerstag formell Anklage erhoben worden. Das Gericht entschied derweil, den 62-Jährigen gegen eine Million Dollar Kaution freizulassen. Er steht unter Hausarrest.

Knapp eine Woche nach seiner Festnahme wegen Vergewaltigungsvorwürfen steht der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn kurz vor seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft. Ein New Yorker Richter entschied am Donnerstag, den 62-Jährigen gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen auf freien Fuß zu lassen. Die Freilassung des Ex-IWF-Chefs aus der Haft auf der Gefängnisinsel Rikers Island wurde für Freitag erwartet.

Richter Michael Obus verhängte eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar (rund 700.000 Euro). Weitere fünf Millionen Dollar muss der Ex-IWF-Chef in Form von Bürgschaften hinterlegen. Nach seiner Freilassung muss sich Strauss-Kahn die ganze Zeit über in einer Wohnung in Manhattan aufhalten, wo er rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsleuten überwacht wird. Auch Überwachungskameras sollen dort installiert werden.

Elektronische Fußfessel

Strauss-Kahn muss dann zudem eine elektronische Fessel tragen und seinen Reisepass abgeben. Besuche sind streng limitiert, etwa für religiöse Angelegenheiten. Richter Obus legte fest, dass Strauss-Kahn für die gesamten Kosten der Sicherheitsvorkehrungen selbst aufkommen muss - nach Schätzungen von Staatsanwalt John McConnell betragen diese mehr als 200.000 Dollar (140.000 Euro) im Monat.

Strauss-Kahns Anwalt William Taylor sagte, die Frau des zurückgetretenen IWF-Chefs, die Fernsehjournalistin Anne Sinclair, habe bereits eine Wohnung in New York gemietet. Die strengen Sicherheitsauflagen kritisierte er als überflüssig: Strauss-Kahn sei ein "ehrenhafter Mann" dessen einziges Interesse es sei, seinen Namen reinzuwaschen. Es sei "lächerlich" zu glauben, Strauss-Kahn werde einfach nach Frankreich verschwinden.

Die Staatsanwaltschaft betonte dagegen, es bestehe eine hohe Fluchtgefahr. Sie verwies unter anderem darauf, dass Strauss-Kahn wenige Stunden nach dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff gegen eine Hotelangestellte am New Yorker Flughafen JFK an Bord einer Air-France-Maschine festgenommen wurde. Außerdem habe Strauss-Kahn "Status und Mittel", bei einer Flucht aus den USA ein "gemütliches und komfortables Leben" jenseits der Zugriffsmöglichkeiten der US-Behörden zu führen, sagte Staatsanwalt McConnell. Richter Obus drohte Strauss-Kahn mit Konsequenzen beim "kleinsten Problem" bei der Einhaltung der Vorgaben.

Bis zu 74 Jahre Haft drohen

Vor dem Beschluss zur Freilassung Strauss-Kahns aus der U-Haft hatten ihn die Geschworenen der Grand Jury formell angeklagt. Strauss-Kahn soll am Samstag ein Zimmermädchen in einem New Yorker Luxushotel sexuell angegriffen und zum Oralsex gezwungen haben. Die Ermittler werfen ihm unter anderem versuchte Vergewaltigung, Freiheitsberaubung sowie einen "kriminellen sexuellen Akt" vor, worunter im US-Strafrecht erzwungener Oral- oder Analverkehr fällt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 74 Jahre Haft. Strauss-Kahn weist die Vorwürfe gegen ihn zurück.

Der nächste Anhörungstermin vor Gericht wurde auf den 6. Juni festgesetzt. Dort könnte Strauss-Kahn auf nicht schuldig plädieren, was einen Prozess zur Folge hätte. Bekennt er sich schuldig, könnte er mit der US-Justiz eine Übereinkunft treffen und so einen Prozess vermeiden.

Wegen der Vorwürfe gegen ihn hat der 62-Jährige inzwischen seinen Rücktritt vom Chefposten des IWF erklärt. Er habe sich zum Schutz seiner Familie und des IWF zu dem Schritt entschlossen, hieß es in einer am Donnerstag vom Währungsfonds veröffentlichten Erklärung Strauss-Kahns. (afp)

DerWesten



Kommentare
22.05.2011
13:06
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von chrisf | #19

Was ich nicht verstehe: Wieso kommt in einem Luxushotel das Zimmermädchen gerade dann, wenn der Gast nackt aus dem Badezimmer kommt?
Ich kenne das aus meinen weit bescheideneren Hotelaufenthalten so, dass das Zimmer dann gemacht wird, wenn ich außer Haus oder beim Frühstück bin. Doch eine Verschwörung??

20.05.2011
20:20
Strauss-Kahn kommt frei und muss Fußfessel tragen
von 0203gogo | #18

die gattung mann hat eh die arschkarte.
ich kenne zwei fälle wo dies existenz zerstörend wurde und sich alles als bluff rausstelle,arbeitsplaqtz weg wegen u-haft,wohnungslos vom leitenden angestellten zum h.4 fall.
aber dieser herr braucht sich bestimmt keine sorgen zumachen,der ist finanziell unabhängig.
das wurde ich auch,nach dem ich mich so ziemlich von gattung frau enfernt habe.
bin mal gespannt was die *********** und gleichstellungsbeauftragten noch für knüppel schwingen.
man sollte nicht alle damen über ein kamm scheren aber ich mache es

20.05.2011
14:37
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von soja.bohne | #17

Fußfesseln ??
Wusste garnicht dass der auf sowas steht.
Wie nennt man das noch im Fach jargon ?
BSE ? BDM? BSM ?.......???

20.05.2011
14:10
Strauss-Kahn kommt gegen Kaution frei
von I_am_anonym | #16

#14 natürlich, jeder der gerne Sex mit mehreren Frauen hat ist kriminell...verklemmt...

20.05.2011
13:26
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.05.2011
12:21
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von ayberger | #14

Vorverurteilungen? DSK ist unschuldig? Eine glatte Lachnummer, nach seiner langjährigen Sex- Vorgeschichte ist ihm einfach jedes und alles zuzutrauen ...

20.05.2011
11:43
Strauss-Kahn kommt gegen Kaution frei
von PatricL | #13

Ich finde die Auflagen nur sehr überzogen. Der Kerl kommt gegen Kaution frei. Wird dann unter Hausarest gestellt, bekommt ne Fussfessel und darf kaum Besuch empfangen und wird dazu noch bewacht ... Jetzt sitzt er eben gefangen in seinem Haus ... ;)

20.05.2011
10:55
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von Herold_Albert_Schincke | #12

Ich bin auf das ENDE gespannt.

und was ist wenn er unschuldig entlassen wird.

Politisch und menschlich TOT.

Das wirft viele Fragen auf.
.

20.05.2011
10:29
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von wissenhilft | #11

Lustig, selbst wenn es sich um einen Justizirrtum handeln sollte, endlich trifft es mal die Reichen und Mächtigen dieser Welt. Gut, ein schwarzer Ghettobewohner würde sicherlich weniger freundlich behandelt und auch die Strafe würde 3mal so hoch ausfallen, aber immerhin. Ich will auch nicht den Job eines DSK haben, ständig unterwegs, wenig Freizeit, aber wenigstens ne Menge Geld. Damit kann man sich einiges kaufen, warum finden sich vor den örtlichen Bordellen so viele Limousinen der sexuell vernachlässigten Manager ein? Da muss halt auich schonmal die Hotelangestellte herhalten, wenn es so sehr drängt....

20.05.2011
10:26
Anklage gegen Strauss-Kahn erhoben
von ichsachmaso | #10

Die ganze Sache hat mehr mit Politik und Wirtschaft zu tun, als mit dem eigentlichen Verbrechen so scheint es. Entweder ist der Typ wirklich so blöd (was sich jetzt wohl zeigt), oder da hat einer etwas gef..... eingeschädelt (um das Wortspiel mal zu missbrauchen). Menschenskinder, da lass ich mir bei dem monatlichen Salär doch mal zwei Edelnutten einfliegen, und der Drops ist gelutscht (ups, wieder ein Wortspiel). Nein, es muss ein Zimmermädchen sein. Oder ist das so ein Fetisch, weiss das jemand? Aber warten wir es ab, die Geschichte scheint spannend zu werden!

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