„Stoff“ vom Staat außer Kontrolle – von Matthias Korfmann
12.09.2010 | 17:04 Uhr 2010-09-12T17:04:00+0200Kaum zu glauben: Seit Jahren bekommen schwerst suchtkranke Menschen Drogen auf Rezept – und bis heute weiß keiner so recht, wie gut diese Behandlung funktioniert.
Suchtexperten warnen: Mindestens jeder dritte, vielleicht sogar jeder zweite dieser Patienten konsumiert nebenbei Kokain, Heroin, Beruhigungsmittel oder große Mengen Alkohol. Auf der Straße wird munter mit Opiaten gehandelt, die aus der Drogenersatztherapie stammen. Kontrolle? Meist Fehlanzeige.

14:23
Das Ziel der Substitutionstherapie ist zunächst einmal:
Sichern eines möglichst gesunden Überlebens ohne Notwendigkeit von Prostitution und Beschaffungskriminalität.
Substitut auf dem Schwarzmarkt kann nur auftauchen, wenn sich der Verkäufer soweit abdosiert hat, dass er Überschuss verkaufen kann.
Der Käufer hingegen erwirbt statt unsäglichem Dreck (Strassenheroin) pharmakologisch einwandfreies Substitut.
Beides ist zwar illegal, kommt aber zuletzt allen zugute.
Viele Drogenkranke lernen dadurch erstmals Substitutionsmittel kennen und entscheiden sich dann selbst für eine Teilnahme am Programm
Substitutionstherapie befreit vom Beschaffungsdruck und Entzugserscheinungen, aber nicht von der Suchtkrankheit, also dem zwanghaften Verlangen, durch Zufuhr psychotroper Substanzen die eigene Befindlichkeit regulieren zu können.
Die Substitutionstherapie soll den Süchtigen instand setzen, sich ohne Druck mit seiner Sucht auseinandersetzen zu können. Wie bei der Volksdroge Nummer eine, dem Alkohol, gelingt jedes Jahr nur etwa 5% der Betroffenen der erfolgreiche Abschluss einer Therapie.
Im Lauf ihres Lebens beenden etwa 30% der Suchtkranken irgenwann ihren Drogen- oder Alkoholkonsum, wenn sie nicht daran oder an den Bedingungen der Illegalität sterben.
Da Opioidsüchtige ihr Suchtmittel nicht an jeder Tanke erwerben können, bleibt nur die kontrollierte ärztliche Verschreibung als Ausweg - und die Kontrollen samt amtlicher Überwachung sind so streng, dass es kaum Ärzte gibt, die sich freiwillig in eine potenziell existenzbedrohliche Situation begeben - bei Verstoß gegen die überaus strengen Substitutionsrichtlinien wird der Arzt rechtlich nicht anders behandelt als ein Dealer auf der Strasse!
Und was das Geld angeht: Seit vielen Jahren wurden die Gebührensätze für die Substitution nicht mehr erhöht, es gibt pro Tag gerade mal 3.86 € für einen immensen Aufwand an Dokumentation...
12:03
Mewthadon kann man am HBF oder anderen Orten für etwa 20€ kaufen. Die Abgabe findet scheinbar vielerorts ohne die nötige Kontrolle statt.
Die Substitutionstherapie an sich ist ein großer Fortschritt, aber wirklich hilfreich wäre wohl nur das in Hamburg getestete Modell: die Abgabe von Heroin an anerkannte Süchtige. Klingt bedrohlich, aber nur dies verhindert den Beikonsum. Die Studien waren vielversprechend, wurden aber meines Wissens nach wieder eingestellt. Dies aber eher aus politische als aus wissenschaftlichen Gründen.
09:42
Also mal kurz zum Ablauf einer Methadontherapie.
Die Ersatzdroge wird jeden Tag in der Vergabestelle eingenommen. Es ist also nicht möglich das Methadon mit nach Hause zu nehmen. Desweiteren wird durch Urinproben kontrolliert ob ein Beikonsum stattgefunden hat.
Erst nach einem Jahr Teilnahme am Programm wobei die letzten drei Monate ohne Beikonsum sein müssen kann man einen Teil der Ersatzdroge für das Wochenende mit nach Hause nehmen, um nicht jeden Tag zur Vergabestelle zu müssen.
Dies ist der Ablauf in Düsseldorf, Flurstraße. Natürlich kann es in anderen Städten anders gehandhabt werden.
Der Artikel ist ohne wirkliche Kenntnisse verfasst worden.
08:22
Auch wenn es sich jetzt blöd liest,aber gebt Weltweit den Drogenhandel frei.Natürlich wird erst einmal ein Anstieg des Drogenkonsum zu verzeichnen sein,aber im Enddefekt reguliert sich der Drogenkonsum von alleine. Wenn an dem Drogenbaubau nichts mehr verdiehnt wird,wird er auch nicht mehr angebaut. Eine Heilung von Drogensüchtigen ist eh nicht zu bewerkstelligen. Nur so fällt die Beschaffungskriminalität weg. Wenn das Zeug kostenlos verteilt wird,hilft es vieleicht den Ausstieg zu schaffen.Die kosten für die Behandlung von Drogensüchtigen bleibt eh an der Allgemeintheit hängen,ob Illegal oder legal. Vieleicht fangen dann die Mohn und Koksbauern mal an sinnvolle Nahrungsmittel anzubauen. Angenehmer nebeneffekt,Kein Geld mehr zur finanzierung von Terrororganisationen.
Aber soweit können die Volkstribunen Weltweit nicht denken. Oder aber sie hängen in dem Drogenhandel mit drin. So wie Karsay in Afghanistan.
08:20
Zunächst einmal müßte die Bekämpfung des Drogenhandels dort ansetzen, wo er beginnt. Aber dei NATO in Afghanistan fördert indirekt den Drogenhandel, indem sie korrupte Politiker schützt und nicht einmal den Mohnanbau dort bekämift, wo sie militärisch kontrolliert. Die Drogenbekämpfung in Deutschland ist schon lange gescheitert. Die Drogen- und Beschaffungskriminalität würde nicht wirksam eingedämmt.