Steuerbescheid kommt für viele später als üblich

Hagen..  Zahlreiche Steuerzahler ­müssen in diesem Jahr länger als ­gewohnt auf die Bearbeitung ihrer Unterlagen in den Finanzämtern warten. Hintergrund ist ein Problem mit der Software, die bundesweit in den Behörden eingesetzt wird. Betroffen sind alle Steuererklärungen, bei denen Einkünfte aus Kapitalvermögen geltend gemacht werden (Anlage KAP). Sie können nicht bearbeitet werden, weil zum 31. Dezember 2013 eine Veränderung im Einkommensteuergesetz zur Verlustverrechnung wirksam geworden ist, die aber in die Programme der Ämter noch nicht eingearbeitet werden konnte.

„Die technische Umsetzung ist aufgrund der rechtlichen Änderung komplex“, heißt es in einem internen Schreiben der Finanzbehörden, das dieser Zeitung vorliegt. Für Standardfälle wird die neue Version voraussichtlich „Mitte April“ vorliegen, bei Fällen mit Verlusten, Verlustvorträgen oder Gewinnen aus Aktienverkäufen dauert es mutmaßlich länger. Warum es zu der Verzögerung kam, konnte das NRW-Finanzministerium nicht beantworten.