Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Bundeswehr

Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln

22.08.2009 | 16:37 Uhr
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln

Berlin. Für den Fall eines Wahlsieges hat Frank-Walter Steinmeier konkrete Pläne für Afghanistan. Er will einen Rückzug der deutschen Soldaten aus dem politisch instabilen Land aushandeln. Darin sieht er sich auf einer Linie mit den USA.

Bei einem Wahlsieg will SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier einen «konkreten Fahrplan» für den Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan aushandeln. Er werde «als Kanzler darauf drängen, dass wir mit der neuen afghanischen Regierung eine klare Perspektive für Dauer und Ende des militärischen Engagements erarbeiten», sagte der Außenminister dem «Spiegel» laut Vorabbericht. Die Klärung soll bei der Verlängerung des internationalen Hilfsabkommens «Afghan Compact» erfolgen, das 2010 ausläuft.

Nach dem Willen Steinmeiers sollen konkretere Zielvorgaben für die schrittweise Übernahme der Verantwortung durch die afghanische Polizei und Armee festgelegt werden. Steinmeier drängt nach Angaben des Magazins zur Eile, weil US-Präsident Barack Obama «den Einsatz schnell und erfolgreich zu Ende bringen» wolle: «Das müssen wir auch tun. Ziel ist es, das Land so schnell wie möglich wieder in die volle Kontrolle einer demokratisch gewählten Regierung zu übergeben.»

Kein konkretes Datum

Ein Datum für den Abzug festzulegen, nannte Steinmeier indes «unverantwortlich». Das würde «nur die Taliban ermuntern, sich bis dahin auf die Lauer zu legen». Zugleich warf der SPD-Politiker Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) vor, bloß für «zehn Jahre Weiter-so» zu plädieren.

Die CDU solle ihr «bedenkliches Hickhack» in der Abzugsdebatte beenden, sagte er mit Blick auf die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe, in zwei Jahren den Abzug einzuleiten. (ddp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
23.08.2009
09:15
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von Abgebrühter Bruder | #15

Mit dem Finger am Abzug für einen Abzug .

22.08.2009
20:53
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von sich-Fragender | #14

Darauf fallen nur cDU-Wähler rein!

22.08.2009
18:55
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von isolde | #13

Das ist doch nur populistisches Getöne vor der Wahl, um noch eine paar Stimmen aus dem linksextremen Spektrum abzugreifen.

22.08.2009
17:54
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von Zaphira | #12

Kein Grund zur Panik, Leute - es wird sich nichts ändern. Für den Fall eines Wahlsieges hat der gewiefte Taktiker, um es einmal so zu formulieren, sich Gedanken über die Zukunft gemacht. Genau so gut könnte er Pommes und Freibier für Jedermann versprechen. Die Ära der SPD ist vorbei, ob sie die Augen davor zumacht oder nicht.

22.08.2009
16:50
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von B. Schmitz | #11

Auf einmal? Was so Wahlen alles ausmacht um an Stimmen zu kommen. Einfach nur noch lächerlich!

22.08.2009
16:12
Blockierter Kommentar.
von daniel.otto | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.08.2009
15:51
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von scorpionx | #9

komisch, wie plötzlich alle parteien volkeswille entdecken und sich damit anbiedern, was sie denn alles wollen - wenn sie nur gewählt würden ...
wer glaubt denn ernsthaft diesen nebulösen absichtserkärungen, die zudem vom
einzig glaubwürdigen original, mal wieder abgekupfert wurden ???

für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...

22.08.2009
15:44
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von h.d. | #8

Was den Politikern kurz vor einer Bundestagswahl so alles einfällt? Struck, auch SPD, sagte vor wenigen Tagen das genauer Gegenteil. Der will aber auch nicht Bundeskanzler werden sondern geht in den Ruhestand.

22.08.2009
15:02
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von Holger4 | #7

Oooh schon wieder ein Schritt in die richtige Richtung?

Mr.Steinbeisser, wer nur in Fußstapfen tritt kann nicht wirklich links überholen.

22.08.2009
14:19
Steinmeier will Abzug aus Afghanistan aushandeln
von Sozialerdemokrat | #6

Deutschland führt in Afghanistan Krieg? Aber was sind die Kriegsziele? Angeblich soll eine demokratische Regierung in Afghanistan verhindern, das terroristische Organisation das Land zu einer Basis machen. Aber diese demokratische Regierung gibt es nicht. Karssei, der Bürgermeister von Kabul, ist kein Demokrat. Das System ist durch und durch korrupt und mit Kriegsfürsten und Drogenbaronen verbunden. Die Bestechungsgelder, die die Regierung an diese Leute zahlt, stammen von unseren Steuergeldern. Indirekt fördert so der Westen den Drogenanbau in Afghanistan. Es besteht keine Aussicht, dass der Westen die Macht jemals an diese Regierung übergeben kann, es sei denn als Vorwand, möglichst schnell aus dem Land zu fliehen. Das Land hat keine demokratische Tradition, es ist noch nicht einmal ein Nationalstaat, vielmehr bestimme die verschiedene Stammesfürsten in ihrem Gebiet. Müssen wir uns also auf einen 30jährigen Krieg einstellen? Es waren übrigens die USA die die Islamisten in Afghanistan aufgebaut haben, damals ging es gemeinsam gegen die Sowjetunion. Aber Osama bin Laden war nicht dankbar.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/147256/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
SPD in NRW macht den Weg frei für Römer
SPD
Der bisherige SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen, Norbert Römer, soll trotz des Verlustes seines Direktmandats nach im Amt bleiben. Der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Krems verzichtet auf sein gerade erst direkt gewonnenes Landtagsmandat in Düsseldorf.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Hula
Syrien
Nach anfänglichem Widerstand Russlands hat der UN-Sicherheitsrat einstimmig und in scharfem Ton die syrische Regierung für das Massaker in Hula verantwortlich gemacht. Bei den Angriffen habe es eine "Schussserie von Panzern und Regierungsartillerie" auf eine Wohngegend gegeben.
Video 11 Kommentare 11