Steinmeier rät zu Zahlungsaufschub für Griechenland
01.09.2012 | 13:09 Uhr 2012-09-01T13:09:16+0200
Berlin. In der Debatte um die Zukunft Griechenlands im Euro-Raum mahnt SPD-Bundestagsfraktionschef Steinmeier die Bundesregierung zu Zugeständnissen. Die deutsche Politik sollte nicht "aus Liebe zu den Stammtischen" die Griechen aus dem Euro werfen.
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat einen Zahlungsaufschub für das von der Staatspleite bedrohte Griechenland ins Gespräch gebracht. Wenn das dritte Sparprogramm belastbar sei und die Mehrheit der Griechen dahinter stehe, sollte die Politik prüfen, ob mit einem Zahlungsaufschub "die Rückzahlung von Schulden wahrscheinlicher wird oder nicht", sagte Steinmeier der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Dann sollten wir nicht aus bloßer Liebe zu den Stammtischen das geliehene Geld durch Entfernung Griechenlands aus dem Euro gedankenlos in den Wind schreiben."
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) lehnt einen Aufschub für Griechenland jedoch ab. "Mehr Zeit kostet mehr Geld, das ist nicht machbar", sagte Rösler dem Blatt. "Rabatte auf Reformen kann es nicht geben. Die Verpflichtungen, die Griechenland zugesagt hat, müssen eingehalten werden." Rösler bekräftigte, dass ein Austritt Griechenlands seinen Schrecken verloren habe. "Natürlich wäre ein Verbleib Griechenlands im Euroraum wünschenswert, aber wenn es die Zusagen nicht umsetzt, kann es kein weiteres Geld bekommen", betonte Rösler.
Kanzlerin sollte nach Griechenland fahren
Steinmeier legte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zudem einen Staatsbesuch in Griechenland nahe. "Weder ist die deutsche Bundeskanzlerin in Athen gewesen, noch haben andere europäische Regierungschefs die Notwendigkeit gesehen, Griechenland zu besuchen." Dies sei eine beschämende Entwicklung. Steinmeier kritisierte, er hätte sich vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können, dass ein Land in der Krise isoliert werde. Es sei erschreckend, wie in Europa übereinander gesprochen werden. "Die Sprache ist wieder geprägt von Abfälligkeiten und Ressentiments", sagte Steinmeier.
Merkel und Frankreichs Präsident Francois Holland hatten vor einer Woche den griechischen Regierungschef Antonis Samaras jeweils in Berlin und Paris getroffen. Samaras wollte mit einer diplomatischen Offensive um mehr Zeit für die Reformen werben, erhielt in Deutschland und Frankreich aber keine konkreten Zusagen. (rtr)

19:02
Das Problem sind nicht Stammtische, sondern Stammwähler der etablierten Partien. Mit ihnen wird sich nichts ändern.
16:35
vielleicht möchten die stammtische nur die hoheit über ihr eigenes geld behalten.
und nicht das es politiker denen es nicht gehört sachen damit machen die kaum einer
in der bevölkerung will. zu mehr als zum junior-partner von mutti wirds nicht reichen.
14:48
Es ist albern, wenn St. von der "Liebe zu den Stammtischen" spricht. Sinn und Weidmann halten keine Stammtischreden! Falls St. Kanzlerkandidat der SPD werden sollte (und Griechenland zu dem Zeitpunkt der Wahl noch im Euro-Raum sein), weiß ich sicher, welche Partei ich nicht wählen werde!
00:37
Warum druckt man solche Sachen von diesen politischen Dummschwätzern noch ab ? Leute wie Steinmeier sind die Verantwortlichen für dieses Debakel ! Sie haben Länder wie Italien, Spanien und Griechenland in diese €-Experimant eingeladen und alles schön geredet. Wirtschaftliche Fakten konsequent ingnoriert, verheimlicht und beschönigt. Sie haben die deutschen Bürger mehrfach belogen.
Sie haben nicht nur dem deutschen Steuerzahler immensen Schaden zugeführt sondern sind dafür verantwortlich das die Bürger in diesen Ländern unter den Schulden erdrückt werden.
Die Reichen in den PIIGS Ländern haben ihre Mrd.€ schon längst ins Ausland geschleppt und sicher außerhalb des €-Raums deponiert !
Gespart und das ist in Deutschland nicht anders wird immer nur beim kleinen Bürger.
Man sollten diesen Politikschergen 80% ihre Bezüge und Pensionen streichen und das Geld in den Rettungsschirm einzahlen !
00:22
Da sind ja alle Stammtischleser wieder versammelt. Ohne jeglichen ökonomischen Sachverstand.
Der Stammtisch will einfach nicht begreifen, dass seine Lösungsvorstellungen alles nur teuerer machen und letztlich auf die deutsche Wirtschaft zurückschagen werden.
Klar, wer nicht gelernt hat, gesamtwirtschaftlich zu denken, dem kann man das das nur nach wochenlanger Unterrichtung in die Köpfe rammen.
Aber ich plädiere eher dafür, dass Leute dumm sterben,
Hugo weiß alles, oder nichts!?
22:30
Mit dem Typ und seinen Freunden wäre die Kohle schon in Griechenland! Und die hätten auf lange Sicht ihren Sozialstaat! P.S. Auch für Millionäre die keine Steuern zahlen!!!!!!!
21:13
Den Senf Steinmeiers braucht kein Mensch. Er sollte sich mit den Sozialverirrungen seiner Partei beschäftigen. Millionen frühere Stammwähler wurden regelrecht verjagd. Neue Antworten und Bürgernähe hat die SPD nicht. Darum bleibt sie unwählbar.
20:37
...."aus Liebe zu den Stammtischen."
Nun, wenn Steinmeier glaubt,die weitüberwiegende Meinung der Deutschen zu einer "deutlichen "Politik gegenüber Griechenland sei Stammtisch -Mentalität,dann sollte er sich mal mit den Menschen in Deutschland unterhalten
Die Damen und Herren aus den Speiseölländern verstehen nur klare Worte und Konsequenzen,sonst brauchst man erst gar nicht mit ihnen an den Verhandlungstisch zu gehen.
Mein lieber Steinmeier,da liegen Sie aber mit ihrem dummen Gerede völlig neben der Spur.
16:45
Steinheini sollte mal die Niederländer, Tschechen oder Letten fragen, was die inzwischen für Europa draufzahlen.
Die Niederländer driften gerade nach Rechts ab. Wenn DAS die Folgen der Taten der kriminellen Politik sind, ist die EU sofort aufzulösen!
Die EZB handelt ebenso kriminell.
Die aktuellen Nachrichten verfolgen sie aber schon ????????
http://www.rp-online.de/politik/ausland/die-niederlande-ruecken-nach-links-1.2973551
wkah, Sie haben natürlich recht. Gerade im Europa-Magazin der ARD, dort hieß es "abdriften nach links UND rechts".
Sorry dafür ...
14:55
Steinmeier war schon immer ein "con"!!!!
Er zahlt den Zeitaufschub ja nicht aus seinem Geldbeutel sondern aus unserem, mit unseren sauer bezahlten Steuergeldern.
Wenn ein Sozialist so blöd ist, dann wähle ich nie mehr für die Sozialisten; Ein guter deutscher Sozialist sollte doch zuerst an die Bedürfnisse der deutschen Bevölkerung denken, bevor er sich Sorgen um die Griechen macht.
Um der EU beizutreten haben die Griechen uns belogen und betrogen und ihre wirkliche Staatsverschuldung "geschminkt"!!! Wie lange sollen wir denn noch zahlen für ein Land, dass seinen Versprechungen und Abmachungen noch nie nachgekommen ist??????