Steinmeier droht mit weiteren Sanktionen

Berlin/Moskau..  Nach dem Tod von mehr als 30 Zivilisten durch einen ­Raketenbeschuss der ukrainischen Hafenstadt Mariupol wächst in der Bundesregierung die Bereitschaft zu neuen Sanktionen gegen Russland. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte die prorus­sischen Separatisten am Montag vor weiteren Angriffen auf Mariupol oder darüber hinaus. „Das wäre eine qualitative Veränderung der Situation, die uns reagieren lassen muss.“

Zugleich forderte er Moskau abermals auf, seinen Einfluss auf die ­Separatisten geltend zu machen. „Wir gehen davon aus, dass es intern klare Ansagen von Russland in ­Richtung der Separatisten gibt.“ Vor einer Entscheidung will die Bundesregierung aber die Entwicklung bis zu einem Sondertreffen der EU-Außenminister am Donnerstag ­abwarten. Steinmeier sagte: „Drei Tage sind in diesen Tagen viel Zeit.“

„Schlüssel liegt in Kiew“

Russland warnte den Westen vor möglichen neuen Sanktionen gegen Moskau. „Eine solche Erpressung wird uns niemals dazu bringen, unsere konsequente Haltung zu ­ändern“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der Schlüssel zur Lösung der Krise liege allein in Kiew – die ukrainische Regierung müsse in einen direkten Dialog mit den Aufstän­dischen treten, forderte Peskow.

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