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Steinbrück verzichtet auf Nebentätigkeiten

01.10.2012 | 18:41 Uhr
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück legte sein Aufsichtsratsmandat bei Thyssen-Krupp nieder.Foto: Michael Gottschalk/dapd

Bonn.  SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat einen Schlussstrich unter seine umstrittenen Nebentätigkeiten gezogen: Er sagte, dass er künftig keine Vorträge gegen Honorar halten werde. Außerdem legte er sein Aufsichtsratsmandat bei Thyssen-Krupp nieder.

Nach seiner Nominierung als SPD-Kanzlerkandidat hat Peer Steinbrück einen Schlussstrich unter seine umstrittenen Nebentätigkeiten gezogen: Er kündigte an, ab sofort keine Vorträge gegen Honorar mehr zu halten. Zugleich legte er sein Aufsichtsratsmandat bei Thyssen-Krupp nieder, das ihm allein im letzten Geschäftsjahr 67.000 Euro eingebracht hatte. Er werde aber nach Rücksprache mit dem Verein Mitglied des Aufsichtsrats von Borussia Dortmund bleiben; in dieser Funktion erhält Steinbrück 7000 Euro jährlich.

Kritik an seinen Auftritten als bezahlter Redner

Vor allem an den bezahlten Rednerauftritten für Unternehmen hatte es Kritik gegeben: Zusätzlich zu seinen Diäten als Bundestagsabgeordneter hat Steinbrück in den vergangenen drei Jahren über eine halbe Million Euro für solche Vorträge erhalten. Im Gespräch mit der WAZ plädierte die Antikorruptionsorganisation Transparency International dafür, dass Steinbrück die Einnahmen seiner Partei spendet.

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Der Parteivorstand der SPD hat am Montag einstimmig für Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl 2013 votiert. Auf der anschließenden Pressekonferenz schaltete Steinbrück auch gleich in den Wahlkampfmodus.

Der SPD-Vorstand nominierte Steinbrück gestern einstimmig zum Kanzlerkandidaten, endgültig soll er auf einem Sonderparteitag am 9. Dezember in Hannover gekürt werden. Die Parteibasis in NRW fordert von Steinbrück einen erkennbar „sozialen“ Kurs. Die Agenda-Politik sei von gestern. (ck, mk)

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