Steigende Einnahmen bei Bund und Ländern

Wiesbaden..  Dank sprudelnder Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen wird das Loch in den öffentlichen Kassen kleiner.

Bund, Länder und Sozialversicherung verbesserten in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihre finanzielle Lage. Nur bei den Gemeinden vergrößerte sich das Defizit. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen habe sich in den ersten drei Quartalen um 7,4 Milliarden Euro auf 20,6 Milliarden Euro verringert, berichtet das Statistische Bundesamt.

Die Einnahmen des öffentlichen Gesamthaushalts seien bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 901 Milliarden Euro gestiegen, gleichzeitig seien die Ausgaben nur um 2,4 Prozent gewachsen.

Die Ausgaben des Bundes blieben fast unverändert, seine Einnahmen stiegen um 3,3 Prozent, das Loch in der Bundeskasse schrumpfte auf 15,2 Milliarden Euro. Die Länder konnten ihren Überschuss um 400 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro verdoppeln. Bei der Sozialversicherung stiegen die Einnahmen stärker als die Ausgaben, das Defizit verringerte sich um 500 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro. Gegen den Trend entwickelte sich die Lage der Gemeinden. Sie verzeichneten in den ersten neun Monaten ein Defizit von 2,6 Milliarden Euro - im gleichen Vorjahreszeitraum hatte es noch 1,1 Milliarden Euro betragen.