Steag erfreut die Städte

Essen..  Allen Unkenrufen zum Trotz erfüllt der milliardenschwere Einstieg der Stadtwerke aus Dortmund, Essen, Bochum, Duisburg, Oberhausen und Dinslaken beim früheren Evonik-Ableger Steag offenbar weiter die Erwartungen der neuen Eigentümer. Auch im vierten Jahr habe man den geplanten Beteiligungsertrag erzielt, heißt es aus Kreisen der eigens für den Steag-Erwerb gegründeten kommunalen Beteiligungsgesellschaft KSBG.

Für 2014 schüttet der Essener Konzern 86 Millionen Euro an die Gesellschafter aus, nach 96 Millionen 2013. Und das, obwohl auch der fünftgrößte deutsche Kraftwerksbetreiber, der sein Geld überwiegend mit Steinkohlekraftwerken und dem Fernwärmebetrieb macht, finanziell stärker unter Druck geraten ist. Nach vorläufigen Zahlen stieg der Steag-Umsatz 2014 um 6,6 Prozent auf 3,13 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 6,6 Prozent auf 390 Millionen Euro. Den Konzernertrag drückten jedoch Einmalverluste aus Auslandsprojekten in Höhe von 73 Millionen Euro. Über die endgültigen Zahlen entscheidet der Aufsichtsrat am 20. April.