Städte wollen ein Fördersystem für Langzeitarbeitslose

Für 2014 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem leichten Rückgang der Zahl Langzeitarbeitsloser.
Für 2014 rechnet die Bundesagentur für Arbeit mit einem leichten Rückgang der Zahl Langzeitarbeitsloser.
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Was wir bereits wissen
Um Langzeitarbeitslose besser in den Arbeitsmarkt eingliedern zu können, fordert der Städtetag ein eigenständiges Fördersystem innerhalb der Jobcenter.

Berlin.. Der Deutsche Städtetag setzt sich dafür ein, dass vom Bund geförderte Programme zur Beschäftigung Langzeitarbeitsloser durch einfache Jobs wieder ausgebaut werden. "Wir müssen uns mehr um die rund drei Millionen Menschen kümmern, die Langzeitbezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II sind", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, der Zeitung "Die Welt" (Montag). Dazu sollten unter anderem sogenannte Teilhabe-Jobs angeboten werden.

Durch solche Arbeitsgelegenheiten ohne Sozialversicherungspflicht könne auch jenen Menschen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden, die wegen geringer Qualifikation nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden. "Es gab seit der Hartz-IV-Reform gute Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Doch die Zahl der Langzeitarbeitslosen geht inzwischen kaum noch zurück", sagte Articus. Deshalb müsse es innerhalb der Jobcenter ein eigenständiges Fördersystem für Langzeitarbeitslose geben. Die Mittel des Bundes zur Eingliederung in Arbeit seien zwischen 2010 und 2013 um etwa 40 Prozent von 6,6 auf 3,9 Milliarden Euro reduziert worden.

Hartz IV Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für 2014 mit einem weiteren leichten Rückgang der Zahl langzeitarbeitsloser Hartz-IV-Bezieher auf 3,0968 Millionen. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat so genannte Aktivierungszentren in den Jobcentern angekündigt, um Langzeitarbeitslose intensiver zu betreuen. (dpa)