Stacheldraht versperrte den Flüchtlingen den Weg in die Sicherheit

Dramatische Szenen spielten sich an der Grenze zur Türkei ab. Tausende Syrier strandeten bei der Stadt Akçakale auf der Flucht vor den IS-Milizen mit ihren verängstigten Kindern und letzten Habseligkeiten an ei­nem Grenzübergang zur Türkei und versuchten, den Zaun zu überwinden. Die türkischen Kräfte trieben sie zunächst mit Wasserwerfern und Warnschüssen zurück. Viele Menschen hielten in der Hitze leere Flaschen in die Höhe und baten die Soldaten um etwas Wasser. In ihrer Verzweiflung versuchten Dutzende Menschen, über die Absperrungen zu klettern oder unter dem Stacheldraht durchzukriechen. Die Leute warfen Habseligkeiten über den Zaun, Kleinkinder wurden über den Stacheldraht gehoben. Die Menschen flohen vor den heftigen Gefechten um die Stadt Tal Abjad, die kurdische Kämpfer von IS-Einheiten zurückerobern wollten. Später erlaubte die Türkei Flüchtlingen die Einreise. Zugleich vertrieben kurdische Milizen nach tagelangen Kämpfen die IS-Milizen aus der Stadt. Foto: Gokhan sahin/getty images