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Stasi-Verdacht

Staatsanwaltschaft Hamburg weitet Ermittlungen gegen Gysi aus

24.02.2013 | 11:40 Uhr
Staatsanwaltschaft Hamburg weitet Ermittlungen gegen Gysi aus
Gregor Gysi bestreitet die Vorwürfe, er habe zu DDR-Zeiten mit der Stasi zusammengearbeitet.Foto: Dpa

Hamburg.  Gysi und seine Stasi-Kontakte: Während Gegner von Falschaussagen ausgehen, versucht die Linke ihn abzuschirmen. Gysi selbst spricht von einer Kampagne und lässt sich zum Berliner Spitzenkandidaten für den Bundestag küren. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat unterdessen ihre Ermittlungen ausgeweitet.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im Fall Gysi ausgeweitet. Es seien Vorermittlungen gegen einen ehemaligen Major der Staatssicherheit wegen des Verdachts eingeleitet worden, er könnte in einem früheren Gerichtsverfahren eine falsche eidesstattliche Erklärung zugunsten des Linkspartei-Politikers Gregor Gysi abgegeben haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag in Hamburg und bestätigte einen vorab veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazin "Focus".

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt nach einer Anzeige gegen den Linksfraktionschef im Bundestag. Gysi wird vorgeworfen, in einer eidesstattlichen Versicherung vor Jahren falsche Angaben über seine damaligen Kontakte zur Stasi gemacht zu haben.

Gysi mit 94 Prozent auf Platz 1 der Landesliste gewählt

Auf einem Landesparteitag am Samstag in Berlin wies Gysi erneut alle Vorwürfe einer Zuarbeit für die DDR-Staatssicherheit zurück und verurteilte sie als Kampagne. Er habe jetzt keine Illusionen mehr über seine politischen Gegner, sagte Gysi. "Ich weiß, dass sie daran arbeiten, uns unter die Fünf-Prozent-Hürde zu drücken. Sie werden es nicht schaffen." Zu den Vorwürfen sagte er: "Abgesehen von ein paar dienstlichen Kontakten hat es nie eine inoffizielle Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit gegeben."

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Die Berliner Linke geht derweil mit Gysi an der Spitze in den Bundestagswahlkampf. Der Fraktionsvorsitzende im Bundestag wurde am Samstag mit 94 Prozent Zustimmung auf Platz 1 der Landesliste gewählt. "Ohne die Linke fehlt dem demokratischen Spektrum im Bundestag ein ganz wichtiges Glied", sagte er. Die Bundesvorsitzende Katja Kipping hatte den Landesverband zuvor aufgerufen, Gysi Rückendeckung zu geben. Er solle "in Zeiten wie diesen ein besonders deutliches Zeichen setzen, dass die Partei geschlossen hinter Gregor Gysi steht". (dpa/dapd)

Kommentare
26.02.2013
12:47
Staatsanwaltschaft Hamburg weitet Ermittlungen gegen Gysi aus
von woelly | #37

Das ist auch gut so, wenn es dann diestliche Kontakte waren, dann war er ja offensichtlich auch im Dienst des MfS tätig! Der Stasi war es ziemlich...
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