Sponsoren setzen Fifa unter Druck

Zürich..  Der Skandal um korrupte Fifa-Funktionäre und die Untersuchungen der Schweizer Justiz zu den WM-Vergaben 2018 und 2022 in der Fifa-Zentrale beschäftigt inzwischen höchste politische Kreise. Kremlchef Wladimir Putin hat der USA ungerechtfertigte Einmischung vorgeworfen und sich hinter Blatter gestellt. „Wir wissen von dem Druck, der auf Joseph Blatter ausgeübt wurde, mit dem Ziel, Russland die WM 2018 wegzunehmen“, so Putin.

Organisationen wie Amnesty International fordern dagegen den Rücktritt von Sepp Blatter. Von ihren Sponsoren wie Adidas und McDonalds bekam die Fifa mahnende Worte. Das Kreditkartenunternehmen Visa forderte „rasche und sofortige Maßnahmen“. „Sollte die Fifa dies nicht tun, haben wir sie informiert, dass wir unser Sponsoring neu bewerten würden.“

Das internationale Presse-Echo fiel fatal für die Fifa und Blatter aus. „Ihre dunklen Geister wird sie so schnell nicht los“, schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“. Die New York Times stellte angesichts der Rolle der US-Justiz in dem Skandal süffisant fest: „Die Fifa wollte immer, dass Amerika sich mehr für den Fußball interessiert. Nun, das haben sie jetzt erreicht.“ In London findet der „Guardian“: „Blatter sitzt ganz oben auf diesem dampfenden Haufen von Bestechung. Er mag äußerlich ruhig wirken, aber er ist am Ende.“