Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Politik

Spender-Lohn

23.07.2007 | 06:16 Uhr

Blutkonserve und Kommerz

Beim Blutspenden ist das Deutsche Rote Kreuz klar im Vorteil. Es bezahlt den Spendern keine Aufwandsentschädigung und vermittelt ihnen damit zugleich, Gutes getan zu haben. Und weil der Großteil der spendenden Bevölkerung sich nicht nachsagen lassen will, verwerflich zu handeln, rennen fast alle weiter zum DRK.

Dabei ist Blutspenden auch für diese Organisation vor allem ein Millionen-Geschäft. Das DRK verdient gut am Verkauf. Es hält auch mit diesem Geld sein System aufrecht, also sollte es die Spender teilhaben lassen. So machen es private Anbieter und Universitäten. Sie entlohnen den Spender dafür, dass er ein (überschaubares) Risiko eingeht, dass er sich Zeit nimmt und mit seinem Blut anderen möglicherweise das Leben rettet. Entscheiden soll am Ende der Spender selbst, bei wem er sich anzapfen lassen will. Er sollte nur nicht schon im Vorhinein beeinflusst werden.

Im Übrigen will sogar die Politik einen funktionierenden Blutspendemarkt mit gleichberechtigten Teilnehmern. Sie tut nur viel zu wenig, um die Vormacht des DRK einzuschränken.

Von Wolfgang Pott

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2050185/create

Umfrage
Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

 
Fotos und Videos
Kanzlerin Merkel in Kleve
Bildgalerie
Staatsbesuch
Altkanzler wird geehrt
Bildgalerie
Helmut Kohl
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Trauer um Margaret Thatcher
Bildgalerie
Begräbnis
Aus dem Ressort
Als Philipp Rösler mit Bild-Chef Kai Diekmann schmuste
USA-Treffen
Philipp Rösler hat ein Problem. Vielleicht weiß er es noch nicht - aber wer ihn bei seiner USA-Reise beobachtet, kann das sehen. Erst fällt der Vizekanzler Bild-Chef Kai Diekmann regelrecht um den Hals, dann lässt er sich im hautengen Joggingshirt ablichen. Beides war entlarvend. Eine Stilkritik.
Bundesrat könnte Punktereform für Verkehrssünder stoppen
Verkehr
Bis das Punktesystem für Verkehrssünder reformiert werden kann, dauert es noch einige Zeit. Der Bundesrat will zunächst auf den Rat des Vermittlungsausschusses von Länderkammer und Bundestag warten, bevor er selbst über das neue Gesetz entscheidet. Grund ist das neu konzipierte Fahreignungsseminar.