Das aktuelle Wetter NRW 23°C
Politik

Spender-Lohn

23.07.2007 | 06:16 Uhr

Blutkonserve und Kommerz

Beim Blutspenden ist das Deutsche Rote Kreuz klar im Vorteil. Es bezahlt den Spendern keine Aufwandsentschädigung und vermittelt ihnen damit zugleich, Gutes getan zu haben. Und weil der Großteil der spendenden Bevölkerung sich nicht nachsagen lassen will, verwerflich zu handeln, rennen fast alle weiter zum DRK.

Dabei ist Blutspenden auch für diese Organisation vor allem ein Millionen-Geschäft. Das DRK verdient gut am Verkauf. Es hält auch mit diesem Geld sein System aufrecht, also sollte es die Spender teilhaben lassen. So machen es private Anbieter und Universitäten. Sie entlohnen den Spender dafür, dass er ein (überschaubares) Risiko eingeht, dass er sich Zeit nimmt und mit seinem Blut anderen möglicherweise das Leben rettet. Entscheiden soll am Ende der Spender selbst, bei wem er sich anzapfen lassen will. Er sollte nur nicht schon im Vorhinein beeinflusst werden.

Im Übrigen will sogar die Politik einen funktionierenden Blutspendemarkt mit gleichberechtigten Teilnehmern. Sie tut nur viel zu wenig, um die Vormacht des DRK einzuschränken.

Von Wolfgang Pott

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Bundeskanzlerin Merkel empfängt Videoblogger LeFloid
Youtube
Le Floid hat 2,6 Millionen Abonnenten bei Youtube, die Bundesregierung 12.000. Kein Treffen auf Augenhöhe also, wenn er Freitag die Kanzlerin spricht.
Dortmunder AfD-Vorstand tritt fast komplett aus
Parteien
Sieben von acht Mitgliedern des Dortmunder Kreisvorstands der Alternative für Deutschland (AfD) erklärten am Montagabend ihrenAustritt aus der Partei.
Anklage fordert dreieinhalb Jahre Haft für früheren SS-Mann
Prozess
Dem 94-jährigen Oskar G. wird vorgeworfen in mehr als 300 000 Fällen Beihilfe zum Mord geleistet zu haben. Die Anklage fordert dreieinhalb Jahre Haft.
Kommission will Klimaziele erreichen und Billionen sparen
Umweltschutz
Klimaschutz muss nicht teuer sein. Einer neuen Studie einer internationalen Kommission zufolge kann er sogar Billionen Dollar einsparen.
Zu voll, zu eng: Flüchtlingsaufnahme in Dortmund in Nöten
Flüchtlinge
Seit Tagen kämpft die Aufnahmestelle in Dortmund mit dem Flüchtlings-Ansturm. Nach wiederholten Aufnahmestopps fordert die Opposition Konsequenzen.
Fotos und Videos
article
2050185
Spender-Lohn
Spender-Lohn
$description$
http://www.derwesten.de/politik/spender-lohn-id2050185.html
2007-07-23 06:16
Politik