Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Bildung

SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“

14.06.2011 | 18:27 Uhr
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
„Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“, sagt SPD-Bildungsexpertin Barbara Hendricks. Sie drängt darauf, noch vor der Sommerpause einen neuen Entwurf fürs Schulgesetz vorzulegen. (Foto: Johannes Kruck/WAZ FotoPool)

Düsseldorf.Nach dem Stopp der Gemeinschaftsschule Finnentrop vor Gericht geht die SPD im Landtag auf die CDU zu und wirbt um einen Schulkonsens. „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“, sagte SPD-Bildungsexpertin Renate Hend­ricks. Sie drängte darauf, vor der Sommerpause die Eckpunkte für ein neues Schulgesetz dem Landtag vorzulegen, damit es rechtzeitig zu den Anmeldungen für das Schuljahr 2012/13 in Kraft treten könne.

Die SPD sendet deutliche Signale aus, dass die rot-grüne Koalition das Gymnasium nicht in Frage stellen wolle. „Man darf Schulentwicklung nicht gegen die Menschen machen“, forderte Hendricks. Neben „bewährten Schulformen“ wie dem Gymnasium müsse die Gemeinschaftsschule gleichberechtigt im Gesetz verankert werden. Kritik übte Hendricks an dem von Sylvia Löhrmann (Grünen) geführten Schulministerium.

Weitere Verbundschulen

Dass der Schulversuch laut Gericht nicht ausreichend begründet war, habe sie „persönlich schockiert“. Für die Gemeinschaftsschule gebe es in NRW rund 100 Anfragen, davon etwa die Hälfte aus CDU-Kommunen. Mehrere Städte wie Münster wollen laut Hend­ricks auch Gemeinschaftsschulen für die Klassen 1 bis 10 gründen. Dies müsse gesetzlich ebenso ermöglicht werden wie weitere Verbundschulen als Kombination aus Haupt- und Realschulen. Dafür tritt die CDU ein.

Zehn Jahre

Die SPD-Politikerin verlangte Gespräche auf Spitzenebene, um in der Schulpolitik zu einer Einigung zu kommen. Die Parteien sollten politisch vereinbaren, in den nächsten zehn Jahren keine Schulform mehr in Frage zu stellen.

Theo Schumacher

Facebook
 
Kommentare
15.06.2011
14:55
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von dummmberger | #7

@5 von comptur

Es ist ja wohl eher so, dass jetzt endlich ein Dialog statfinden kann, weil die CDU von ihrem ideologischen Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem endlich Abstand genommen hat.
Wenn die Regierung Rüttgers den (übrigens CDU-regierten) Kreisen die beantragten Schulzusammenlegungen gestattet hätte, wären wir schon einen Schritt weiter.

15.06.2011
12:57
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von wohlzufrieden | #6

Es gibt ja sowieso keinen Unterschied zwischen CDU/SPD.

15.06.2011
09:52
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von comptur | #5

Na endlich, die SPD scheint Vernunft anzunehmen.

15.06.2011
09:21
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von demokratischundsozial | #4

Das Nebeneinander von Gesamtschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium ist vernünftig. Die CDU NRW wollte (wie unter anderen Vorzeichen die DDR damals) Kindern und Eltern vorschreiben, in welche Schule sie gehen sollen. Das sollte nun abgeschafft werden. Angeblich sind die Schwarzen für Konkurrenz, warum nicht auch im Schulsystem. Das setzt natürlich voraus, dass es in allen drei Schulformen die Möglichkeit gibt, Abitur zu machen. Dass es weiterhin Hauptschulabschlüsse geben wird, ist klar, denn nicht jeder schafft einen Realschulabschluss. Aber es sollte nicht schon 10jährige ausgesondert werden. Man wird sehen, ob die CDU diese Chance wahrnimmt, ansonsten muss man sich mit den Linken einigen.

15.06.2011
08:58
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von Connor.in.GE | #3

Die Gemeinschaftsschule soll gleichberechtigt im Gesetz verankert werden? Ist dass jetzt der Abgesang auf die Gesamtschule?

Es ist ja interessant, dass die SPD jetzt erst verstanden hat, dass Rot-Grün es nicht im Alleingang ohne die CDU machen kann. Doch das hätten sie auch vor über einem Jahr haben können. Dann hätten es die *********** allerdings nicht im Wahlkampf benutzen können. Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Aber zurück zur Gemeinschaftsschule. Dann haben wir ein Schulsystem in NRW mit Real-Schulen, Gymnasien, Gesamtschulen (???), Integrierten Haupt- und Realschulen und Gemeinschaftsschulen? Die Hauptschule hat anscheinend fertig oder erleben wir hier wieder einen roten Etikettenschwindel?
Erinnern wir uns, aus der Berufsschule wurde ein Berufskolleg, hat sich außer dem Namen etwas geändert? Nein!

Glaubt hier noch einer, dass mit der Abschaffung der Hauptschule es den Hauptschüler nicht mehr gibt?
Also alle an die Hände fassen und wir machen einen schönen Schulringelpietz, mit Anfassen natürlich (Vorsicht, IRONIE!).

14.06.2011
23:18
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von bloedelbarde | #2

Was will die schule mit der Politik? Die stört nur!!!

14.06.2011
23:16
SPD sucht Konsens - „Schulfrieden gibt es nur mit der CDU“
von fferber | #1

Barbara Hendricks ist Schatzmeisterin der SPD. Renate Hendricks ist die Bildungsexpertin. Auf dem Bild ist Barbara Hendricks zu sehen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4764975/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
Ramsauer will Punktesystem in Flensburg noch verschärfen
Verkehr
Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt oder andere durch zu nahes Auffahren nötigt, soll im neuen Verkehrssünder-System mit drei Punkten in Flensburg bestraft werden. Das plant Bundesverkehrsminister Ramsauer. Er will die Reform der Verkehrssünder-Datei nach Bürgerbefragungen verschärfen.
Streit um Pkw-Mautpläne von Verkehrsminister Ramsauer
Autobahn
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will eine Pkw-Vignette wie in der Schweiz oder Österreich einführen. Die Koalition solll das Thema am 4. Juni diskutieren. Allerdings sperrt sich die FDP bereits gegen das Vorhaben.
Foto 50 Kommentare 50