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SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab

16.01.2013 | 12:22 Uhr
Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa hat die SPD den niedrigsten Wert seit 2011 erlangt.Foto: dapd

Berlin.  Die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sind mit ihren Umfragewerten im freien Fall. In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL erreicht die Partei nur noch 23 Prozent. Das ist der niedrigste Wert in dieser Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa seit Juli 2011.

Die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück rutschen in der Wählergunst immer weiter ab. In dem am Mittwoch veröffentlichten Wahltrend des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL verliert die Partei 2 Punkte und erreicht nur noch 23 Prozent. Die Union erzielt dagegen mit 43 Prozent ihren besten Wert unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) überhaupt.

Da die Grünen um einen Punkt auf 14 Prozent fallen, ist die Union 6 Prozentpunkte stärker als Rot-Grün mit zusammen 37 Prozent. CDU und CSU sind damit nur noch wenige Punkte von einer alleinigen Mehrheit entfernt - wenn die FDP unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt. Noch könnte die Union allerdings nicht ohne Koalitionspartner regieren.

Niedrigster Umfragewert seit 2011

Die FDP macht den Angaben zufolge zwar einen Punkt gut, würde mit nunmehr 3 Prozent aber weiterhin den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Die Linke verliert einen Punkt und erreicht 8 Prozent. Die Piraten gewinnen einen Punkt, wären mit 4 Prozent aber wie die Liberalen nicht im Bundestag vertreten.

Die 23 Prozent der SPD sind der niedrigste Wert in dieser Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa seit Juli 2011. Damit wäre die SPD auch bei ihrem schlechtesten, jemals bei einer Bundestagswahl erzielten Ergebnis angekommen: Im Jahr 2009 hatten nur 23 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei den Sozialdemokraten gemacht. Anfang Oktober, direkt nach der Nominierung Steinbrücks, hatte die SPD in der Forsa-Umfrage noch 30 Prozent erzielt.

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Nur noch 18 Prozent für Steinbrück als Regierungschef

Auch der Kanzlerkandidat selbst verliert trotz der Bemühungen der SPD, nach dem Holperstart ins Wahljahr mit inhaltlichen Themen zu punkten, in der Bevölkerung weiter an Ansehen. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich nach dem Wahltrend nur noch 18 Prozent für Steinbrück entscheiden – das waren 4 Punkte weniger als in der Woche zuvor. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würden 59 Prozent stimmen, ein Punkt mehr als vor Wochenfrist. Die Kanzlerin hat rund acht Monate vor der Bundestagswahl damit einen Vorsprung von 41 Prozentpunkten vor ihrem Herausforderer.

Meldiung vom 14.01.2013
SPD sagt Steuerhinterziehern den Kampf an

Nachdem der Kanzlerkandidat wiederholt für schlechte Schlagzeilen sorgte und damit den eigenen wie den Ruf der SPD lädierte, will die Partei nun wieder Themen setzen, die begeistern. Der Kampf gegen die systematische Steuerhinterziehung ist offenbar ein Thema, mit dem Sigmar Gabriel punkten will.

Die erneuten Stimmenverluste der SPD führt Forsa-Chef Manfred Güllner darauf zurück, dass viele ihrer potenziellen Wähler durch die Debatte um ihren Kanzlerkandidaten frustriert und irritiert seien. Dem "Stern" sagte er: "Die ducken sich weg und mögen sich nicht zu ihrer Partei bekennen." Die Reihen der Unions-Anhänger dagegen seien geschlossen. Güllner: "Die stehen frohgemut hinter ihrer Partei und der Kanzlerin." Der Eindruck sei, Merkel mache es doch gut, ihr könne man vertrauen. Bei Steinbrück seien sich viele nicht sicher.

Bessere Kompetenzwerte bei der Union

Der Forsa-Chef wies zudem darauf hin, dass der Union mittlerweile wesentlich deutlich mehr Kompetenz zugebilligt werde als der SPD. Aktuell sagten 35 Prozent der Deutschen, CDU/CSU könnten am ehesten die Probleme in Deutschland lösen. Dies ist den Angaben zufolge der höchste Wert, den das Forsa-Institut seit mehr als zehn Jahren für eine Partei gemessen hat. Die SPD kommt hier derzeit nur auf 9 Prozent.

Forsa befragte für den Wahltrend 2.507 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 7. bis 11. Januar. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Prozentpunkten. (dapd)



Kommentare
17.01.2013
21:31
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von Herbert57 | #33

Steinbrück,der neo-liberale Kanzlerkandidat im SPD-Schafspelz,wird die Reste
SPD in den Abgrund führen. Er ist mit verantwortlich für Harz IV,Agenda 2010,
Hungerlöhne,Zeitarbeit,Leiharbeit,Niedrigrenten,Rente mit 67,Deregulierung der Banken,
usw. Er steht weiterhin dazu und findet die Umverteilung und Sozialabbau für Richtig!
Jetzt muß er,vor den Wahlen,soziale Themen ansprechen und muß sich dabei
Aufgrund von Scheinheiligkeit fast übergeben.Noch nie war ein SPD-Kanzlerkandidat
unglaubwürdiger als Steinbrück.Nach den vernichtenden Wahlniederlagen (im Windschatten) von Steinbrück für den Seeheimer Kreis der spd
werde ich zur Feier des Tages eine Flasche Rotwein für 4,99 Euro trinken!

2 Antworten
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von kuba4711 | #33-1

@ Herbert 57 .
Und ich ziehe mit einem Glas Rothkäppchen - Sekt nach.
Gruß

SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von woelly | #33-2

Die Roten lassen es sich aber gut gehen. Wir sehen uns beim Aldi!

17.01.2013
21:15
Der Schwarz -gelbe Spuk
von kuba4711 | #32

kann nur dann beendet werden ,wenn die Reste - SPD personell so aufgestellt ist ,dass eine Koalition zwischen SPD/Grünen und der Linken zustande kommen kann.
Rosa /grün wird es alleine nie schaffen.
Zumal bei den Grünen eine Tendenz zu einer Koalition mit der CDU durchaus nicht auszuschließen ist.
Eine Koalition mi der Linken ist nur dann möglich ,wenn innerhalb der SPD ein Umdenken hin zu sozialdemokratischen Werten in den nächsten Monaten Einzug hält.
Inhaltliches Bsp:
Ein weiters Festhalten der SPD an der Rente mit 67 ,die macht eine tatsächliche Alternative zu Madame Kanzler unmöglich.
Ein weiteres Festhalten des Peer - Kandidaten an einem Rentenniveau von -demnächst - 43 Prozent ,die macht inhaltlich eine Koalition mit der Linken unmöglich.
Hält die Reste - SPD weiterhin an ihrem Kandidaten und ihrer neolioberalen Grundausrichtung in zentralen Fragen fest ,dann wird die SPD so schwach ,dass sie sich in eine große Koalition als Junior - Partner flüchten muß
So einfach ist das

17.01.2013
18:15
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von marwang | #31

forsa war schon immer CDU freudlich abgerechnet wird im september und dann ist der schwarz-gelbe spuk zu ende

17.01.2013
17:49
Zur Sache
von wohlzufrieden | #30

Die Leute mit "Sachverstand" hat es gegeben. Diese haben auch vor dem Kasinokapitalismus gewarnt. Und diese Fachleute sind von den so genannten Volksparteien verhöhnt worden.

17.01.2013
14:40
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von michalek | #29

Das Ergebnis kann doch niemanden zur Zeit wuindern.Man muss der SPD nicht gerade nahe stehen oder Peer Steinbrück liebe um von der Art Wahlkampf der Regierungsparteien und einseitiger Berichterstattung in manchen Medien enttäuscht zu sein. In einer Zeit wo Deutschland und Europa nicht irgend einen Politiker sondern Leute mit Sachverstand dringend benötigt wird versucht so ein Wirtschaft und Finanzfachmann auf diese Art, zum Nachteil der Bürger und zum Vorteil von Merkel, fertig zumacht.Auch dem geduldigsten Normalbürger fällt auf das die Gegner von Steinbrück sich bisher nicht politisch mit ihm auseinander setzen.Es ist jetzt an der Zeit das heuchlerische Thema Peer Steinbrück zu beenden.

3 Antworten
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von Optio | #29-1

Ja,ja der Fachmann der Finanzen. Schon mal was von der West-LB gehört.

SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von Holz-Auge | #29-2

Wenn ich SPD wählen soll, dann sehe ich das was die SPD leistet, beziehungsweise was sie seit der Steuerreform 1973 den kleinen Leuten aufgebürdet hat.
Was interessiert ein arroganter und mit großer klappe daherredender Mann wie P.Steinbrück?
Man muß zugeben, daß sich manches nicht schlecht anhöhrt.
Aber ich glaube keinem aus der Riege.
Er hat mit Franz Müntefehring, Wolfgang Clement und Frank Walter Steinmeier, doch die Steigbügel für Gerhard Schröders menschenverachtende Politik gehalten.
Die SPD hat über viele Jahre nur an die Unternehmen gedacht.

Niemand erwähnt hier auch nur im Ansatz die AÜG = Arbeitnehmerüberlassungsgesetze.


SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von woelly | #29-3

Was soll man machen, wenn die nächsten Fettnäpfe für ihn schon bereitstehen und er dann auch reinlatscht? Daran sind doch nicht die Medien schuld! Wo sind wir denn?

17.01.2013
12:13
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von watti69 | #28

Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten...

Mal ehrlich - glaubt irgendwer hier ( die SPD inklusive ) das die SPD leitende Regierungspartei wird ? Selbst mit den Grünen zusammen reicht es nicht zur Mehrheit, also richten sie sich intern wieso schon auf die große Koalition als kleiner Partner unter Merkel ein und wenn wir mal ehrlich sind : Zu mehr reicht es ja auch nicht mehr. Davon ab hat Steinbrück da ja auch schon Erfahrung - er könnte ja Finanzminister unter Merkel werden ;-)

1 Antwort
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von Optio | #28-1

Das die Roten nichts können beweist der Länderfinanzausgleich. Wir können nichts, haben nichts und sind für Solidarität.

16.01.2013
23:23
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab
von rally88 | #27

Da hilft jetzt nur noch ein anderer Kanzlerkandidat (z.B. Steinmeier) oder ein neues Gesicht! Aber erst nach der Niedersachsenwahl!?
Die sPD darf nicht untergehen, nur das Personal ist unwählbar!

16.01.2013
20:05
Die Agenda -2010 - Agenten in der Reste - SPD
von kuba4711 | #26

müssen endlich das Willy - Brandt - Haus räumen.
Wenn sie nicht freiwillig gehen ,dann muss die Basis dieser einst stolzen ,sozialdemokratischen Partei per Partei - Verfahren eine politische Räumungsklage in die Wege leiten.
Mit einer durch den Reste - SPD - Verrat an der Arbeitnehmerschaft in der Ära von Gas -Gerd vollkommen neuen ,unbelasteten Führung würden sich politische Perspektiven auftun.
.Ich denke da an politische Persönlichkeiten wie Frau Ypsilanti aus Hessen ,alten Polit - Schlachtrössern wie Frau Ingrid Matthäus - Maier ,Ex - Genossen Dressler usw... könnte eine linke Mehrheit jenseits der CDU/CSU - Polit - Zumutung ,zusammen mit der Linken und den Willigen bei den Grünen , auf Bundesebene dem neoliberalen Spuk unter Madame Kanzler Merkel und den Auswirkungen ihrer FDJ - Erfahrung auf unser Land ,ein Ende bereitet werden.

16.01.2013
19:46
Steinbrück ,der Kandidat der Reste -SPD im Interesse der Finanzwirtschaft
von kuba4711 | #25

ist eben für potentielle SPD - Wähler der absolut falsche Kandidat.
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern ,da hat die SPD über 40 Prozent der Wähler dieses Landes erreicht.
Und da war die Wahl - Beteiligung noch bedeutend höher.
Warum ist das so?
Nun ,außer dem engeren Führungskreis im Willy - Brandt - Haus ist dies jedem im Land bekannt
Die SPD - Kanzler - Kandidaten sorgten sich nicht um die eventuell zu niedrige Bezahlung des Kanzlers,sondern sie sorgten sich darum , ob das Rentenniveau auch ausreicht ,damit die Rentner in ihrem Ruhestand auch menschenwürdig leben konnten .
Sie sorgten sich nicht , was die Finanzwirtschaft und Industrie bzgl. deren Rendite - Erwartungen unter sozialdemokratischer Politik - Überschrift erlauben.
Diese 40 Prozent ,tatsächliche Volkspartei formulierte selbst ,was sie unter gelebter ,sozialdemokratischer Politik verstanden wissen wollte.
Heute wird der Kandidat Peer pro Vortrag mit halbem Facharbeiter - Jahreslohn von der Hochfinanz bezahlt

16.01.2013
18:25
SPD rutscht in Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa weiter ab WASSERSTANDSMELDUNG
von SchauDichSchlau | #24

::: ABER MIT DEM spd-KASpeer werden die Zahlen von Woche zu Woche besser ... bis KASpeer die 18 unter dem Schuh trägt ! (bekannt aus dem Roman fdp-ww)

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