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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen

06.01.2013 | 19:51 Uhr
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück eckte erneut an.Foto: dapd/Maja Hitij

Emden/Berlin.   Der SPD-Kandidat wollte mal Sparkassen-Präsident werden. Nun redet er über die Gehälter von Sparkassen-Chefs und Kanzlern. Die SPD wird die lästige Gehaltsdebatte nicht los. Am Sonntag legte Steinbrück nach und fing sich Kritik aus Bonn ein, weil er der Stadt das Ende des doppelten Regierungssitzes voraussagte.

Peer Steinbrück wusste, wovon er sprach , als er darüber klagte, dass „nahezu jeder Sparkassendirektor in NRW“ mehr verdiene als die Kanzlerin. 1998 hat er selbst die Fühler ausgestreckt, um Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes in Schleswig-Holstein zu werden. Damals kam er nicht zum Zuge und ans große Geld. Die Geschichte war bekannt, aber längst vergessen. Nun hat die „FAS“ sie wieder ausgegraben.

Für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten ist die Episode ein Ärgernis. Sie kommen nicht in die Offensive. Darunter könnte auch der Wahlkampf in Niedersachsen leiden, obwohl Spitzenkandidat Stephan Weil beteuert, die Debatte hinterlasse „keine Bremsspuren“.

Freitagabend, Emden, Nordseehalle: Neue Stühle werden herbeigeschafft, der Saal ist voll, über 1000 Leute. Steinbrück erwartet ein Heimspiel, Emden ist protestantisch und vor allem tiefrot. Selbst hier holt ihn die Geld-Debatte aber ein. Ein Mann brüllt: „Wo ist Ihr Kanzlergehalt ?“

Steinbrück entschließt sich dazu, den Zwischenruf zu überhören . Er wusste, dass die Geldfrage im Raum ist: Seine Redehonorare, seine Klage über das zu niedrige Kanzlergehalt. Zu Beginn seines Auftritts hatte er versucht, die Klippen mit Ironie zu umschiffen. Er greift nach dem Mikrofon, aber geht nichts ans Rednerpult. Begründung: Er wolle nicht die große Rede halten und Bemerkungen machen, „die ich eventuell wieder einfangen muss“. Er sei nach Emden gekommen, um über Politik zu reden. Es ist so etwas wie die Sehnsucht seiner Kandidatur: Über Politik reden, nicht über Geld.

Die Grünen gehen auf Distanz zur SPD

Nur zwei Tage später muss er sich doch rechtfertigen. Nein, er wolle nicht so verstanden werden, als wollte er den Job nur machen, wenn mehr Geld dafür gezahlt wird . „Das ist wirklich Unfug“, beteuert Steinbrück im „Tagesspiegel“. Im Grunde sprach er nur aus, was viele auch denken: Dass die Kanzlerin im Verhältnis zu den Top-Jobs der Wirtschaft zu wenig verdient. „Ich sage, was ich denke.“

Peer Steinbrück

Er will sich nicht verstellen müssen – das ist es. Darauf angesprochen, beteuert Angela Merkel, „im Allgemeinen sage ich, was ich denke“. Merke: Man muss sich nicht um Kopf und Kanzlerschaft („Spiegel“) reden. Für den Herausforderer geht es um Authentizität, für die SPD auch um was anderes: Ob der Kandidat ihre Politik erklären kann. „Ich hätte mir gewünscht, dass Steinbrück sich auf die inhaltlichen Botschaften konzentriert, die er auf dem Parteitag sehr gut dargelegt hat“, sagte die Parteilinke Hilde Mattheis der „taz“.

Die Grünen gehen auf Distanz. Das Wort Minister komme von dienen, „nicht von verdienen“, sagte Stefan Wenzel, Spitzenkandidat der Grünen in Niedersachsen, der „FAS“. Auch die Sparkassen melden sich kritisch zu Wort. Dort kann man sich noch genau und detailreich daran erinnern, wie Steinbrück 1998 seine Chancen für den 400 000-Mark-Job als Präsident der Sparkassen von Schleswig-Holstein ausgelotet hatte.

Damals war er Wirtschaftsminister, aber mit Ministerpräsidentin Heide Simonis verkracht. Die wäre ihn zwar gern losgeworden, gönnte ihm aber nicht den gut dotierten Posten, so die „FAS“. Das Rennen machte ein anderer Genosse, Flensburgs OB Olaf Cord Dielewicz. Steinbrück hatte seinen Einfluss überschätzt. Seine Karriere litt nicht darunter. Bald wurde er nach NRW gerufen und dort Minister, später sogar Ministerpräsident und – vorläufiger Höhepunkt – Finanzminister der großen Koalition in Berlin. Man kann die Treppe rauffallen, vielleicht sogar im vermaledeiten Wahljahr 2013?

Der nächste Fettnapf von Peer Steinbrück?

Am Sonntag machte der Kanzlerkandidat der SPD noch einmal Schlagzeilen. Steinbrück hat seiner Heimatstadt Bonn das Ende des doppelten Regierungssitzes vorausgesagt – und ­dafür postwendend viel Kritik geerntet. „Das mag hier in Bonn nicht jeder gut finden. Die Zeiten von doppelten Stand­or­ten der Ministerien werden irgendwann zu Ende gehen“, sagte Steinbrück dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Nach heftiger Kritik von SPD, Grünen, CDU und FDP, inbesondere von Politikern aus Bonn und Düsseldorf, stellte er im „General-Anzeiger“ in Bonn klar, dass er nicht den Sofort-Umzug aller Ministerien nach Berlin fordere. NRW-CDU-Chef Armin Laschet sagte im Kölner Stadtanzeiger zu der Steinbrück-Prognose: „Das ist kein normaler Fettnapf mehr.“ mit dapd

Miguel Sanches


Kommentare
08.01.2013
19:10
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von holger1949 | #51

Eine Aussage, wie in der Betreffzeile ist so billig, wie nur was. Endlich ist da mal einer,
der nicht um den heißen Brei redet.

08.01.2013
19:04
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von holger1949 | #50

Die Aussag in der obigen Betreffzeile ist völlig daneben gegriffen. Ich wiederhole miTachel

08.01.2013
17:18
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von festus04 | #49

Es wird immer enger für H.Steinbrück. Thyssen-Krupp wird noch zum Stolperstein.
Interessant wie die Presse an solchen Aufsichtsratsprotokollen kommt, wo doch alle Mitglieder sogar eine Schweigepflicht haben. Im überigem dürfte der oder diejenige, die hier undicht geworden sind, nie mehr solch einen Posten bekleiden dürfen.

1 Antwort
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von woelly | #49-1

Sie sind aber gut, da wurden doch drei Vorstände entlassen! Rache ist süß!

07.01.2013
23:40
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Rike57 | #48

Ich freue mich schon auf die Kommentare hier nach der Wahl! Schäuble plant schon den Soli für die Krankenkassen! Seehofer will die PKW Maut! Dann wird die Märchensteuer angehoben usw.! Und der Teuro, auf Teufel komm raus, erhalten, egal wieviel es uns kostet!
****** darauf, das ein SPD Kanzler mehr verdienen will, das ist doch gegen cDU/cSU/fdp, dass kleinere Übel! Außerdem denke ich, dass es wohl nur als Beispiel gedacht war, wenn es für den kleinen Mann/Frau, auch vielleicht nicht gut gewählt war!
Ein Kanzler Steinbrück will endlich den Mindestlohn auf den Weg bringen! Und bestimmt auch noch andere Dinge!
Na, Leute, sucht EUCH doch selber aus was IHR wollt.Überlasst es nicht den abhängigen Medien!

5 Antworten
@Rike57
von Ondramon | #48-1

Das habe ich auch gelesen - die "Liste des Grauens" aus dem Finanzministerium. Aber glauben Sie mir: um so etwas durchzuziehen, ist die CDU viel zu feige. Solche Drecksarbeit läßt sie immer von den Dummen durchführen. Nämlich von SPD und Grünen.

NIE WIEDER ROT-GRÜN!

@Ondramon
von Rike57 | #48-2

Und Ironie, ist...wenn sie es trotzdem machen!
Werden wir erleben, da braucht es nicht Rot-Grün für! Wetten?!

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Jorgel | #48-3

Wetten das nicht...

Bis jetzt haben es nur SPD/Grüne geschafft die härtesten Sozialeinschränkungen und dabei gleichzeitig die höchsten Steuererleichterungen für Reiche durchzusetzen, die es seit bestehen der Bundesrepublik gibt. Reformen wie sie in dieser Härte niemals von der CDU/FDP geplant oder gar hätten umgesetzt werden können.

Nachdem sie zuvor jahrelang sämtliche Reformen der CDU/FDP-Regierung über den Bundesrat blockiert hatten, weil die angeblich zu unsozial waren - und gewählt wurden, weil sie sozialere Reformen versprachen. DAS war klarer Wahlbetrug.

Da paßt Steinbrück exzellent in die Nachfolge Schröders. Hat er doch während seiner Regierungszeit in NRW gezeigt, dass er erfolgreich die schrödersche Politik verinnerlicht hat...

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Rike57 | #48-4

Und ich dachte die cDU/cSU und die fdp würden dieses Land regieren! Wie man sich doch irren kann?!
Schon mal gehört, das man Gesetze, aus vorherigen Regierungszeiten durchaus ändern kann, wenn man das denn will?
Schon gemerkt, dass das AlgII Gesetz unter der jetzigen Regierung sogar verschärft wurde?
Das diese Regierung unser Geld überall verteilt, außer an die eigenen Bürger?
Wollen wir tatsächlich noch tiefer in die Tasche packen, nur um die EU und den Teuro am kacken zu halten?
Wollen wir wirklich einen neuen Soli für Krankenkassen, PKW-Maut usw.?
Kann ein Stimmvieh wirklich so blöd sein und die noch einmal wählen?
Merkelt Deutschland eigentlich noch etwas???
Ich sage:" Schluß, mit mir nicht"!!!

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Jorgel | #48-5

Ich weiß nicht wo sie leben, aber offensichtlich nicht in Deutschland. So hat die jetzige Regierung durchaus das AlgII-Gesetz der Schröder-Regierung abgemildert:
http://www.focus.de/politik/deutschland/hartz-iv-die-aenderungen-im-ueberblick_aid_603386.html
http://www.hartz4hilfthartz4.de/cms/html/hartz-iv-4-alg-ii-aenderung-2013.html

Außerdem müßten sie wissen, dass ohne Zustimung der SPD kein einziger Euro "überall" verteilt wurde. Griechenland trat übrigens unter der SPD/Grünen-Regierung der Eurozone bei. Wobei Schröder die Risiken kannte, aber ignorierte. Da fließen jetzt die Euros hin, die sie bemängeln:
"Die Regierung Schröder wollte offenbar vor zwölf Jahren die Risiken eines griechischen Eurobeitritts nicht sehen. Das beweisen Unterlagen aus dem Kanzleramt, die dem stern vorliegen."
http://www.stern.de/politik/ausland/interne-akten-kanzleramt-kannte-griechenland-risiken-schon-vor-eurostart-1843069.html

Besser nicht nur am Stammtisch informieren...

07.01.2013
21:04
@Moderation
von Ondramon | #47

Der Troll woelly hat es tatsächlich geschafft, einen seiner "Beiträge" fünfmal innerhalb desselben Artikels zu plazieren, und zwar in den Antworten:

34-6, 39-3, 41-2, 44-1, 46-1

Das würde ich als SPAM bezeichnen, und Sie doch sicherlich aus. Normalerweise wird Spam doch von Ihnen blockiert und entsprechend gekennzeichnet, so wie es gestern im Fall des Foristen PressefreiheitIstVerantwortung geschehen ist. Oder?

4 Antworten
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Moderation | #47-1

Wenn Sie meinen, dass er öfters die gleichen Beiträge postet, so liegt das z.T. auch an unserer Software bzw. unseren Servern. Das entfernen wir dann.

Der Vergleich mit einem anderen User hinkt.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von Ondramon | #47-2

Nee, das kann nicht an der Software oder den Servern gelegen haben, da die fünf genannten Beiträge minimal differieren. Das ist also von dem User ganz bewußt inszeniert worden.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von woelly | #47-3

Ondramon ist aber eine süße und aufgeweckte Wühlmaus. Ich dachte zunächst das schon die Lottozahlen vom Mittwoch.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von woelly | #47-4

Ich dachte zunächst, das sind schon die Lottozahlen vom Mittwoch.

07.01.2013
18:32
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von xxyz | #46

Herr Steinbrück wirkt mit seinen Aussagen ehrlich, und in der Sache liegt er richtig.

Die Ministerien gehören in die Hauptstadt, und der Kanzler/die Kanzlerin sollte mehr verdienen.

Wenn ich allein an die vielen Überstunden wg. Griechenland denke, frage ich mich oft, warum eine Person, die keine Geldnot hat, das macht.

Will der Wähler wirklich ein Weichzeichner-Kanzler, der in seiner Parallelwelt lebt. Dafür haben wir doch den Bundespräsidenten.

3 Antworten
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von woelly | #46-1

Quatsch! Die Gesetze, die auf dem Weg gbracht wurden, sind allesamt richtg und zeigen positive Wirkung! Die Bundeskanzlerin und die CDU/CSU machen eben in Berlin alles richtig! Deutschland geht es bestens, im Vergleich zu anderen EU Ländern! Da brauchen wir keinen Honorarkanzler Steinbrück und die SPD schon mal überhaupt nicht! Die SPD bringt nichts auf die Kette, siehe Berlin, Brandenburg, Hamburg und RP.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von silera | #46-2

# woelly
Von ihnen kann man auch nichts anderes erwarten. Welche Gesetze hat man denn seitens der CDU/CSU/FDP auf den Weg gebracht die Wirkung zeigen. das Betreungsgeld ? oder die neue Punkteregelung in Flensburg ? Ach ja die Abschaffung der Praxisgebühr oder die Hotelvergünstigungen, oder doch vielleicht die Weiterführung
der kalten Progression oder eventuell die Energiewende die wir bezahlen müssen ?
Das es Deutschland besser geht ist der Verdienst der richtigen Reformen von Rot/Grün in den Jahren zu vor. Und warum meinen sie die SPD hat in Brabndenburg und Berlin verversagt,auch Ramsauer und der Bund sind mit im Flughafenprojekt. Schlauschwätzer,

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von theisilv | #46-3

# woelly
Die Elbphilharmonie in Hamburg wurde 2001 von der damaligen CDU Regierung bekommen und als Problem lediglich an Olaf Scholz weitergegeben. Die SPD hatte mit dem Bau bis zum Regierungswechsel vor fast 2 Jahren nichts zu tun

07.01.2013
17:01
Es ist schon...
von mspoetnik | #45

...witzig,daß hier der Presse im Allgemeinen und der WAZ-Gruppe im
Besonderen vorgeworfen wird,sich mit Randnotizen zu beschäftigen,die
nun wirklich niemanden interessieren.Anstatt sich auf "ihre eigentliche Aufgabe"
zu beschränken.Hä?Die müssen Geld verdienen.Die ham genauso Leute zu bezahlen,wie jede andere Firma.Und was hier wirklich interessiert,sehe ich an der Anzahl der Kommentare.Egal,ob es um "Hartz 4",FDP, Dschungelcamp,Wulff oder Steinbrück geht.

07.01.2013
15:00
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von silera | #44

Bloß weil einige Lokalpolitiker etwas gegen die Verlegung der Ministerien haben muß doch die Aussage von Steinbrück nicht falsch sein. Alles aber auch alles was dieser Mann sagt wird auseinander gepflückt und aus den Zusammenhang gerissen. Besonders die WAZ ist darin einsame Spitze. Man sollte meinen das dieser Zeitung an Orientierung fehlt und sie deshalb sich zum Mitspieler der Bildzeitung macht. Fällt den Redakteuren wirklich nichts besseres ein als nur Steinbrück. Warum werden nicht mal richtige Themen bearbeitet. Z.B die Regierungsarbeit ,wo ein Dummgesetz das nächste ablöst oder darf diese Zeitung keine Kritik an Merkel und CO liefern. Bekanntlich gehört diese Zeitung zu einer Mediengruppe .Hat der Medienvorstand so viel Macht über diese ach so freie Zeitung. Arme Presse.!

1 Antwort
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von woelly | #44-1

Die Bundeskanzlerin und die CDU/CSU machen eben in Berlin alles richtig! Deutschland geht es bestens, im Vergleich zu anderen EU Ländern! Da brauchen wir keinen Honorarkanzler Steinbrück und die SPD schon mal überhaupt nicht! Die SPD bringt nichts auf die Kette, siehe Berlin, Brandenburg, Hamburg und RP.

07.01.2013
14:10
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von trickflyer | #43

so ist das mit der raupe nimmersatt.

07.01.2013
14:06
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück redet sich um Kopf und Kragen
von berwang | #42

Schade eigentlich, dass nur er die (möglicherweise) Unbedarftheit besitzt, solche Wahrheiten von sich zu geben. Denn so werden die Aussagen auf seine Person fokussiert, anstatt die Aussagen an sich zu überdenken. Tatsache ist, jeder Mittelklasse-Manager mit weniger Befugnissen bekommt mehr Geld, als ein Bundeskanzler. Allerdings gilt das nur bezogen auf die monatliche Gehaltszahlung. Zählt man die Sekretärin, das Büro, das Dienstfahrzeug mit Fahrer u. s. w. dazu, auf die ein BK NACH seiner Amtszeit lebenslang ein Anrecht hat, finde ich, dass der Steuerzahler genug bezahlt. Einer Umverteilung würde ich jedoch sofort zustimmen: Höheres Kanzlergehalt während der Amtszeit, dafür Wegfall sämtlicher Previlegien nach der Amtszeit. Denn nach der Amtszeit können sie Honorare für Vorträge verlangen, kehren in ihre alten Berufe zurück oder haben (wie Altkanzler Schröder) während der Amtszeit genug gesetzliche Regelungen geschaffen, um nach der Amtszeit richtig Kohle zu scheffeln.

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