SPD-Kandidat Steinmeier stürzt in Wählergunst ab
12.06.2009 | 09:09 Uhr 2009-06-12T09:09:00+0200
Berlin. Schlechter könnte es für die SPD drei Monate vor der Bundestagswahl nicht laufen: Ihr Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier erlebt in einer aktuellen ARD-Wählerumfrage einen regelrechten Einbruch. Seine Kontrahentin Angela Merkel dagegen ist beliebt wie nie. Die Umfrage zeigt auch, warum.
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier verliert in der Wählergunst deutlich an Zustimmung. Könnten die Deutschen den Regierungschef direkt wählen, würden sich 60 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (plus 7 im Vergleich zum Vormonat) und 27 Prozent für den Außenminister (minus 7) entscheiden, wie der ARD-Deutschlandtrend ergab. Dies sei der niedrigste Wert für Steinmeier seit der Ausrufung seiner Kanzlerkandidatur im September 2008. Zugleich sei der Abstand zwischen Merkel und ihrem Herausforderer so groß wie noch nie zuvor im Deutschlandtrend.
Auch bei der Politikerzufriedenheit muss Steinmeier Einbußen hinnehmen. Mit seiner Arbeit sind 63 Prozent zufrieden, das sind fünf Punkte weniger im Vergleich zum Vormonat. Beliebteste Parteipolitikerin ist unverändert CDU-Chefin Angela Merkel, die demnach auf 68 Prozent Zustimmung kommt (minus 1). Auf Platz 3 der Beliebtheitsliste folgt Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), mit dessen Arbeit 61 Prozent zufrieden sind. Guttenberg gewinnt damit im Vergleich zum Vormonat zehn Punkte hinzu und erreicht den besten Wert, der je für einen Wirtschaftsminister im Deutschlandtrend gemessen wurde.
Mehrheit hält Ausgang der Bundestagswahl für offen
Die Befragten sollten zudem Auskunft über ihre Einstellung zu fünf führenden Politikern abgeben. So halten vier von fünf Deutschen (80 Prozent) Kanzlerin Merkel für kompetent. Über Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) denken dies 71, über zu Guttenberg 68, über Steinmeier 65 und über FDP-Chef Guido Westerwelle 62 Prozent.
Dass Merkel glaubwürdig sei, finden 72 Prozent der Deutschen. Zwei Drittel halten zu Guttenberg für glaubwürdig, 58 Prozent Peer Steinbrück, 55 Prozent Steinmeier und 48 Prozent Westerwelle. 70 Prozent sind der Ansicht, die Kanzlerin sei führungsstark. Über Westerwelle denken dies demnach 69 Prozent, über zu Guttenberg 56 Prozent, über Peer Steinbrück ebenfalls 56 Prozent und über Frank-Walter Steinmeier nur 45 Prozent.
Trotz des Europawahl-Ergebnisses vom Wochenende halten die Deutschen den Ausgang der Bundestagswahl im September für offen. 63 Prozent sind der Meinung, dass «der Ausgang der Europawahl nichts über den Ausgang der Bundestagswahl aussagt». Nur 38 Prozent gaben dagegen an, die Bundestagswahl sei «so gut wie entschieden zugunsten einer Koalition von Union und FDP».
Union und FDP laut Sonntagsfrage bei 50 Prozent
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, erhielten die Unionsparteien CDU/CSU 36 Prozent der Stimmen und damit zwei Punkte mehr als im Vormonat. Die SPD verliert demnach zwei Punkte und kommt auf 25 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 14 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und kommt nunmehr auf neun Prozent. Die Grünen legen um zwei Punkte zu und erreichen 13 Prozent. Union und FDP hätten damit zusammen eine rechnerische Mehrheit von 50 Prozent.
Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt. (ap)

14:35
Harz 4 war richtig, wer arbeit muss immer mehr Geld haben, als der der nicht arbeitet. Frau Merkel und die CDU haben auch Harz 4 zugestimmt!
14:09
Super Umfrage. So langsam nähern wir Liberalen uns der SPD an. Dann werden wir eben zweite Volkspartei! Und dann verbieten wir die Linke - wegen erwiesener politischer Dummheit (Vorsicht Ironie!)
15:16
Sein gekünstelter Optimismus kann im besten Fall noch ärztlich versorgt werden. Mir scheint, sollte Steinmeier noch weiterhin daran glauben, dass Deutschland ihn noch braucht, müsste er doch dringend einen Psychiater aufsuchen, um so mehr, da er noch das Volk überzeugen will, dass Agenda 2010 richtig war. So wird sich endlich diese Partei bald bei den Sonstigen platzieren müssen - neben der NPD und DVU.
12:57
Hat Herr Steinmeier eigentlich schon einmal eine Wahl gewonnen oder verloren? Er war doch der geistige Verursacher von Harz4, oder?
In der Tat erscheint er als sehr fleißiger und korrekter Außenminister und macht dabei eine gute Figur. Ich denke auch, dass er als Nachrichtensprecher im MDR eine gute Figur abgeben kann oder wohin wird er gehen, wenn er die Wahl verloren hat?
12:28
Der Fall Kurnaz hängt Steinmeier immer noch an.
17:22
Genosse Steinmeier wirkt wie einen lebende Comicfigur !!!!!!! Mir wäre Kurt Beck lieber gewesen als dieser aalglatte Typ dessen Aktionen als Kanzleramtsminister immer noch nicht aufgeklärt sind !!!! Da sollte man nachbohren ........
14:44
Münte sagt: Wir Sozis können kämpfen, das haben wir schon gezeigt, das werden wir wieder mit Erfolg tun. - Steinmeier fängt an zu kämpfen, genau wie es sein Ex-Gott Gerd Schröder getan hat: er diffamiert eine fähige und kompetente Person des politischen Gegners. Hat Schröder Herrn Kirchhoff mit Unterstellungen und Lügen abgesaut, ist nun der Baron aus Nürnberg dran, der angeblich auf Insolvenzen aus ist - während die aufrechten und ach so menschennahen Sozis allein an die Erhaltung all der Arbeitsplätze denken... Grob fahrlässig oder aus tatsächlicher Inkompetenz heraus wird den Menschen Angst gemacht. Egal wie sehr sich Experten mühen zu verdeutlichen, welche Chancen in der Insolvenz liegen... die Idee kam nicht von der SPD und ist also Murks, denn Geld raus werfen ist populärer - denken die Genossen. Wird ja alles von den Leuten zurück ersteuert. Dazu noch ein bischen Enteignung der breiten Schultern und die Finanzierung für Geldvernichtung ist perfekt. Ob die Bürger endlich den Braten gerochen haben, den Taschenspielertrick, den ihm die Sozis da unterjubeln wollen? - Herr Steinmeier: eine Kuh kann nur solange gemolken werden, wie Milch im Euter ist - dann ist Schluss. Da muss wohl erst wer aus Bayern kommen, der die Wahrheit dieses Satzes noch kennt, um es einem Sozi zu sagen... Der SPD ist es, scheints, egal - denen, die den Laden am Laufen halten, kann es nicht egal sein, denn wer mit Geld um sich schmeisst, statt intelligent Lösungen zu suchen und Verantwortung einzufordern, tötet den Mittelstand und damit Millionen von Arbeitsplätzen.
14:26
So halten vier von fünf Deutschen (80 Prozent) Kanzlerin Merkel für kompetent.
Wer wurde denn gefragt? Nur CDU-Mitglieder???
14:05
Die SPD hatte in dieser und schon in der letzten Regierung die A.....karte.
Läuft es gut, dann hatte die SPD Glück bzw. waren es die anderen .Läuft es schlecht, dann ist der Schuldige auch sofort bekannt.
Von den Kabarettisten bis hin zu den großen Medien hat man seit dem Regierungswechsel 1998 ein Feindbild.
Doch wer hat den Osten finanziell integriert ?
Wer hat die demografische Entwicklung und die Angst vor den notwendigen strukturellen Entwicklungen (Umbau Sozialsysteme) zu verantworten ? Ist doch klar..die SPD
Nee Freunde, mit Guido wird alles anders...aber nichts besser !
13:14
zu 64 also wählt CDU / FDP - Angie und Guido sollen / muessen eine Chance bekommen!