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Kanzler-Kandidat

SPD holt mit Steinbrück in der Wählergunst auf

11.10.2012 | 13:28 Uhr
SPD holt mit Steinbrück in der Wählergunst auf
Die SPD legt laut ZDF-Politbarometer nach der Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten in der Wählergunst zu.Foto: dapd

Berlin.  Nach der Nominierung des Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück ist die SPD in der Wählergunst deutlich gestiegen. Nach dem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-Politbarometer legten die Sozialdemokraten zwei Punkte zu. Wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären, kämen sie jetzt auf 31 Prozent.

Die SPD profitiert weiter von der Nominierung Peer Steinbrücks als Kanzlerkandidat. Auch im ZDF-Politbarometer legen sowohl die Partei als auch Steinbrück selbst in der Wählergunst deutlich zu. Die Gewinne der SPD gehen nach Angaben des ZDF vom Donnerstag aber nicht zulasten der Union, vielmehr büßen der erklärte SPD-Wunschkoalitionspartner Grüne und die Piraten in dem Umfang ein, in dem die Sozialdemokraten zulegen. Ähnliche Trends hatten auch andere Umfragen festgestellt.

Wenn am Sonntag der Bundestag gewählt würde, könnte die SPD demnach mit 31 Prozent der Stimmen rechnen. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als vor der Klärung der K-Frage. Die Union bliebe in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen mit unverändert 38 Prozent deutlich stärkste Partei. Ihr Koalitionspartner FDP würde mit unverändert vier Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Je einen Punkt gaben Grüne und Piratenpartei auf zwölf beziehungsweise fünf Prozent ab. Die Linkspartei verharrt bei sechs Prozent.

Umfrage
SPD und Steinbrück steigen laut Forsa in der Wählergunst

Die SPD und ihr Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erreichen in der wöchentlichen Forsa-Umfrage immer bessere Werte. Erstmals seit November 2006 knackte die Partei dabei die 30-Prozent-Marke. Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Nichtwähler von 32 auf 28 Prozent.

Merkel verliert vier Prozentpunkte

Auch im direkten Vergleich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel holt Herausforderer Steinbrück auf. Zwar bevorzugen 49 Prozent die Amtsinhaberin auch als künftige Regierungschefin. Das sind aber vier Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen unmittelbar vor der SPD-Entscheidung. Um eben diese vier Punkte konnte Steinbrück aufholen und liegt jetzt bei 40 Prozent.

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen 1225 Wahlberechtigte zwischen dem 8. und 10. Oktober. (rtr)



Kommentare
12.10.2012
10:48
Wahrheits(er)findung
von wohlzufrieden | #6

Der absolute Hohn war heute im "Meinungsforum" ( schon der Titel täuscht) die Frage, ob Steinbrück der richtige Kanzler wäre. Darin stimmen fünf zu vier (!!) f ü r Steinbrück. Sieht man sich die Leserbeiträge im Internet zum Thema Steinbrück an, fragt man sich, wie dieses "Verhältnis" zu Stande kommt. Da hätte das "Neue Deutschland" noch was von lernen können!!

11.10.2012
18:23
Wein,Weib und Gestank
von wohlzufrieden | #5

Unvergesslich auch, wie Forsa im Auftrage des Drei-Gestirns Müntefering, Steinbrück/meier Weinkönigin Beck stürzte. Ich habe Beck immer nur für einem Hampelmann gehalten, aber da hätte er mir beinahe Leid getan.

11.10.2012
18:02
SPD holt mit Steinbrück in der Wählergunst auf
von Plem | #4

Aber mit einem neuen Parteivorsitzenden könnte die FDP einen neuen Höhenflug hinlegen - Lindner in NRW hats vorgemacht. Es gibt Gerüchte, nach denen sich Guido Westerwelle und Wolfgang Kubicki in Camp de Mar auf Mallorca auf einen neuen Vorsitzenden verständigt haben sollen...

Spekulationen über Ablösung von FDP-Chef Rösler
11.10.2012 | 14:27 Uhr
http://www.derwesten.de/politik/spekulationen-ueber-abloesung-von-fdp-chef-roesler-id7185100.html

11.10.2012
17:02
SPD holt mit Steinbrück in der Wählergunst auf
von meinemeinungdazu | #3

Und da kommen wohl auch noch die Freien Wähler. Wenn sie ein gutes Anti-Europaprogramm bringen, springen sie sofort über die 5 % - Hürde. Mal sehen, was dann passiert.

11.10.2012
16:17
SPD holt mit Steinbrück in der Wählergunst auf
von DKWF12 | #2

Der Kommentator wohlzufrieden zum Thema:

Kritik an Linken-Chef wegen Demo-Teilnahme in Athen
von wohlzufrieden | #33

gefällt mir besser, als der Kommentator, der heute wieder als wohlzufrieden kommentiert.
Der intellektuelle Quantensprung ist zu auffällig.

6% für die Linkspartei sind aber immer noch mindestens 2% zu viel.
Sobald diese Partei, die in 3 Jahren die Hälfte ihrer Wähler verloren hat, den gleichen Umfragewert wie die FDP hat, was kein Problem sein wird, ist es eine ebenso gute Partei wie die überflüssige FDP.

11.10.2012
16:02
Wem Gott will rechte Gunst erweisen.
von wohlzufrieden | #1

Ja, günstig wenn man die Wähler verdummen kann.

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