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SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins

27.08.2010 | 17:06 Uhr
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
Thilo Sarrazin.

Bochum.Auch die SPD-Basis begehrt gegen Thilo Sarrazin auf: Der SPD-Ortsverein Bochum-Hamme würde ihn nach seiner neuesten Migrantenschelte am liebsten aus der Partei werfen. Die Bochumer hatten schon gegen Wolfgang Clement aufbegehrt.

Aus der SPD-Basis kommt die Forderung, Bundesbank-Vorstand und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin aus der Partei auszuschließen. Rudolf Malzahn, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bochum-Hamme, der vor zwei Jahren bereits das Parteiordnungsverfahren gegen Ex-Ministerpräsident Wolfgang Clement in Gang brachte und damit bundesweit bekannt wurde, plädiert nun auch für den Rauswurf Sarrazins. „Die Fälle sind ja durchaus vergleichbar. Sarrazin fügt der Partei, ähnlich wie damals Wolfgang Clement vor der Hessen-Wahl, Schaden zu. Also bin ich dafür, Sarrazin auszuschließen”, sagte Malzahn der WAZ-Mediengruppe.

Rudolf Malzahn. Foto: Ingo Otto

In dem Bochumer Ortsverein kämen die umstrittenen Thesen Sarrazins zu Einwanderung und Integration von Zuwanderern jedenfalls nicht gut an. „Wir haben eine Reihe türkischstämmiger Mitglieder, und natürlich gibt es im Stadtteil türkische Familien. Man kann diese Bürger nicht, wie Sarrazin es tut, über einen Kamm scheren. Einige sind inzwischen deutscher als die Deutschen, andere tun sich schwer mit der Integration”, so Malzahn.

Thema Integration zu lange vernachlässigt

Er räumt aber ein, dass „manche Leute, die der SPD nahe stehen, ähnlich denken wie Thilo Sarrazin”. Malzahn wirft Sarrazin vor, bewusst Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Zum Teil erinnerten seine Thesen sogar an Gedankengut aus der Hitler-Zeit. Malzahn gibt aber zu bedenken, dass Sarrazin nur deshalb so große Aufmerksamkeit erfahre, „weil die Politik das Thema Integration viel zu lange vernachlässigt hat”.

Sarrazin war von 2002 bis 2009 Finanzsenator in Berlin und sitzt inzwischen im Vorstand der Bundesbank. Er hatte zuletzt mit Interviewäußerungen und vorab veröffentlichten Passagen seines neuen Buches „Deutschland schafft sich ab“ für Empörung gesorgt . So moniert Sarrazin unter anderem, die muslimische Einwanderung nach Deutschland habe den Staat „sozial und auch finanziell wesentlich mehr gekostet“, als sie „wirtschaftlich gebracht“ habe.

Matthias Korfmann

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Kommentare
27.08.2010
21:36
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von kuba4711 | #16

Ich bleibe dabei : Der deutschen Bevölkerung in ihrer Gesamtheit hätte Herr Sarrazin einen bedeutenden Dienst tun können .
Er hätte nämlich - anstatt ein Hetzbuch zu schreiben - besser mal seine Arbeit bei der Bundesbank im Interesse des deutschen Volkes und zur Sicherung der Spargroschen der arbeitenden Bevölkerung geleistet.
Jeder ,der sich mit der finanziellen Gesamtlage unseres Landes näher befasst kann nur zu der Auffassung gelangen ,dass Herr Sarrazin und Kollegen offensichrtlich kläglichn versagt haben.
Und so eine Type will mir etwas vom Untergang des Vaterlandes durch fremdländische Einflüsse erzählen?
Tatsache ist zwar ,dass die Immigration von vielen Migranten gescheitert ist .
Dies führt zu all den negativen gesellschaftlichen Erscheinungsformen und Slumbildungen ,wie oftmals in Problemzonen einer Stadt zu beobachten.
Jedoch Verslumung und Ghettoisierung von Landsmannschaften finden sich ja auch in dem in der Beziehung oftmals so gelobten Einwanderungsland US-Amerika.
Soziale Probleme sind aber dort -wie auch in unserer banana republika - auch in den schon immer einheimischen Bevölkerungsteilen zu finden .
Inklusive Kriminalität.
Fremdenfeindlichkeit findet sich sowohl bei deutschen rechts verführten Jugendlichen ,wie dies auch bei türkischen Heranwachsenden zu finden ist ,die durch Organisationen - wie die grauen Wölfe - politisch und gesellschaftlich geprägt worden sind.
Eine sinnvolle Diskussion muss bei den tatsächlichen Problemen ansetzten und Lösungsvorschläge machen.
Auch finanzieller Art.
Und da könnte Herr Sarrazin mal sozialdemokratische Vorschläge vom Stapel lassen , wie sich seine High Society -Freunde nachhaltig finanziell an den durch das Gewinnstreben der Kapitalseite mit verursachten Problemen von Menschen ausländischer Herkunft beteiligen könnten.
Die möglichen Lösungen liegen jedenfalls nicht darin ,dass sich der Staat zum einen völlig aus seiner Verantwortung -in allen sozialen Brennpunkten zurückzieht ;und dies mit der Begründung erfolgt es sei kein Geld da.
Zum anderen wird gleichzeitig die Steuerlast bei den kapitalen Sarrazin -Freunden schon seit Jahren permanent gesenkt und der Normalarbeitnehmer ständig immer mehr belastet und mit sozialen Problemlagen völlig alleine gelassen..
Dies wären Themen für ein Buch eines angeblichen sozialdemokratischen Vorstandes der deutschen Bundesbank gewesen.
Mich beschleicht zunehmend der Verdacht ,dass die - durch mich hier vermutete hugenottische Aufhübschung deutschen Blutes bezüglich des Verdummungsgrades bei bestimmten Teilen der angeblichen deutschen Elite - durchaus gewisse völkische Erfolge zu verzeichnen sind.

27.08.2010
21:23
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von Trantüten umgeben | #15

Der Ortsverein Bochum Hamme ist ein Hort der vergrämten Lamoryanz. Dass man diesem lächerlichen realitätsfernen Haufen überhaupt noch irgendwelche Aufmerksamkeit schenkt, grenzt an ein mediales Wunder. Zum Abschalten!

27.08.2010
21:13
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von Miomarko | #14

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.08.2010
20:53
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von Ingrid.W | #13

Lafontaine hatte vor Jahren fast genau so radikale Sprüche gehalten, aber ob Linke oder Rechte, ist doch genau das Gleiche, haben nur andere Farben!

27.08.2010
20:48
Blockierter Kommentar.
von Demokrat | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.08.2010
20:35
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von Atheist | #11

Die sollen doch den Herrn Sarrazin seine Meinung sagen lassen. Schließlich steht doch in unserer Verfassung etwas von Meinungsfreiheit drin.
Mir ist es lieber, wenn einer die Dinge beim Namen nennt, auch wenn er mal über das Ziel hinausschießt, als das ewige Gesülze und Gelüge unserer Politiker, mit dem die anstehendem Probleme ständig verdrängt, hinweggeredet und gesund gebetet werden.
Im Übrigen ist der Herr Sarrazin bei weitem nciht der Einzige, der die Probleme so sieht. Es gibt da z.B. noch einen gewissen Herrn Raddatz, der das ganz ähnlich sieht.

27.08.2010
19:54
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von suendenbock | #10

PS natürlich: Neukölln, der Mann heißt Buschkowsky

27.08.2010
19:53
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von suendenbock | #9

Dass wir trotz aller Gutmenschelei ein Migrationsproblem haben, wird von vielen völlig verdrängt. Wenn S auch durch Formulierung provoziert, so hat er inhaltlich auch recht. Der SPD Bürgermeister von Neukör sagt inhaltlich das gleiche, wird aber kaum angefeindet. Wer aus der Hammer SPD hat eigentlich Erfahrung in Problemzonen in Bochumer Vororten? Müssen wir zulasser , dass ein Familienrat Recht spricht? Muss hingenommen werden, wenn Einzelne Gruppen laut darüber schwadronieren, dass bei ihnen Polizei nichts zu suchen hat, weil sie Probleme immer selbst regeln? Wir haben längst Parallelgesellschaften, nicht nur aber auch im Bereich von Migration und Religion. Es sollte mal darüber nachgedacht werden, in wie weit Integration auch einzufordern ist und es muss allen klar sein, dass dieses Land keine Einwanderer verträgt, die die Strukturen ihrer Heimat (Kultur, Religion, Rechtsprechung, Familienehre usw.) eins zu eins übertragen wollen!

27.08.2010
19:30
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von sporkel | #8

Quatsch
der Typ passt gut in die SPD
Die Möchtegernpartei weiss nämlich Heute nicht was sie Gestern erzählt hat.
So manch einer leidet wohl leicht unter Gedächnisschwundbei Herr S. kommen da noch so einige andere Dinge hinzu.

27.08.2010
19:15
SPD-Basis fordert Parteiausschluss Sarrazins
von kuba4711 | #7

@ 5 blabla. Wenn man in der Blut und Boden -Art argumentiert ,dann gehört man zu den rechten Kreisen.
Und man hat nicht recht ,wenn man die soziale Misere in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft auf die cirka 6 Prozent Migranten schiebt und dort die Gefahr an die Wand malt.

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