Sparkassen im Ruhrgebiet wachsen trotz Zinsflaute

Dortmund..  Trotz anhaltender Zinsflaute und tiefgreifender Turbulenzen im europäischen Finanzsektor stehen die regionalen Geldinstitute des Ruhrgebiets offenbar gut da. Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken der Region lagen auch 2014 weiter auf Wachstumskurs und können sich einer nach wie vor hohen Sparquote ihrer Kunden erfreuen – obwohl es auf Spareinlagen fast kaum noch Zinsen gibt.

Auch das Kreditgeschäft boomt – angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus nicht ganz überraschend. Das dichte Filialnetz der Institute soll zunächst weitgehend Bestand haben. Das ergab eine WAZ-Recherche.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte ein Sprecher der Volksbank Bochum-Witten. Die Sparkasse Essen ­konnte ihre Kundeneinlagen um über vier Prozent auf 5,8 Milliarden Euro steigern. Die Kreditbewil­ligung stieg um 7,6 Prozent. Bei der Sparkasse Dortmund ­stiegen die Kundeneinlagen um 2,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Zufrieden zeigten sich auch die Sparkassen Duisburg, Bottrop und Mülheim sowie die Volksbank Ruhr Mitte (Gelsenkirchen). Bankenexperte Wolfgang Gerke warnte hingegen, Regionalbanken stünden Einschnitte erst noch ­bevor.