Sonderuntersuchung der Grubenwässer beschlossen

An Rhein und Ruhr..  Eine Sonderuntersuchung der Grubenwässer in allen stillgelegten und aktiven Steinkohlezechen Nordrhein-Westfalens soll mögliche Gefahren für Menschen und Umwelt abklären. Das kündigte die Landesregierung in einem Bericht an die Landtagsausschüsse für Umwelt und für Wirtschaft an. Beide Gremien hatten gestern das Thema „PCB-Belastungen in Steinkohlenbergwerken“ auf der Tagesordnung.

Aktuell gebe es keine Hinweise, dass aufsteigendes Grubenwasser in nennenswertem Ausmaß PCB ausgeschwemmt habe, heißt es in dem Bericht. Entsprechende Befürchtungen würden aber sehr ernst genommen. Deswegen sollen die bisherigen Erkenntnisse erneut überprüft werden. Gegebenenfalls werde die Regierung auch vom Bergbaukonzern RAG gutachterliche Nachweise verlangen, dass der Schutz der Gewässer und der Umwelt eingehalten werde.

Die Essener RAG-Stiftung kündigte unterdessen an, künftig mehr Geld für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Ruhrgebiet ausgeben zu wollen. „Der öffentlichen Hand fehlen hierfür zunehmend die Mittel“, sagte Stiftungschef Werner Müller zur Begründung im NRZ-Interview.