So funktioniert der Stimmenrekorder

Essen..  Es gibt zwei Arten von Flugschreibern – den Stimmenrekorder und den Flugdatenschreiber, beide werden auch Blackbox genannt. Dabei sind die Boxen nicht schwarz, sondern leuchtend orange, um leichter gefunden zu werden. Jedes Linienflugzeug ist mit diesen Geräten ausgestattet. Sie liefern oft entscheidende Hinweise zur Aufklärung der Unfallursachen.

So nimmt der Flugdatenschreiber alle technischen Details auf, der Stimmenrekorder, auch Cockpit Voice Recorder (CVR) genannt, zeichnet die Stimmen im Cockpit auf sowie zusätzlich den Funkverkehr der Piloten. Die Aufzeichnungen werden in Deutschland in der Bundesstelle für Flugunfallun­tersuchung (BFU) in Braunschweig ausgewertet. Dort gibt es ein Avionik-Labor, in dem Flugdatenschreiber zur Auswertung an spezielle Computer angeschlossen werden können. Über eine entsprechende technische Ausrüstung verfügt auch die französische Luftfahrtbehörde, die nun den Rekorder des Unglücks-Airbus untersucht.

Der Rekorder befindet sich meist im Heck, da dieses bei Unglücken oft am wenigsten zerstört wird. Sollte es zu einem Absturz über dem Meer kommen, schaltet das Gerät in den Signalgeber-Modus, sobald es mit Salzwasser in Berührung kommt – so kann es geortet werden.

Entwickelt wurde die Blackbox in den 50er-Jahren vom Australier David Warren. Er sollte die Absturzursache des ersten düsenbetriebenen Verkehrsflugzeugs klären. Dabei bemerkte er, dass ihm keine Flugdaten zur Verfügung standen.