Signal zum Neustart

Hoffnung bei den Griechen nach der Wahl.
Hoffnung bei den Griechen nach der Wahl.
Foto: dpa

Der politische Wechsel in Athen ist der geeignete Moment, den Griechen einen wirtschaftlichen Neustart zu gewähren. Dafür gibt es zwei gute Gründe.

Zum einen der ökonomische Faktor: Lässt man die Schulden beiseite, dann schafft die arg gebeutelte griechische Volkswirtschaft aktuell sogar ein kleines Wachstum. Darauf ließe sich aufbauen. Die Last von 320 Milliarden Euro Schulden auf dem Buckel aber erstickt jeden Anreiz.

Mindestens so wichtig ist die psychologische Wirkung. Vielen Griechen wurden in den Krisenjahren große Opfer abverlangt, oft sind Armut und Arbeits­losigkeit die Folge. Ein Schuldenschnitt wäre eine ­Anerkennung dieser Leistung – auch wenn die Konso­lidierung in Griechenland nicht abgeschlossen ist.

Letztlich wäre ein Schuldenschnitt die Anerkennung der Realität: Denn dass die Griechen in absehbarer Zeit in der Lage sein könnten, ihre Schulden abzuzahlen – das kann ernsthaft niemand glauben.