Siemens erhält Zuschlag für RRX-Züge im Revier

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Der Siemens-Konzern erhält den Zuschlag für die 82 schnellen Doppelstock-Triebzüge des geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Dortmund und Köln.

Essen..  Der Siemens-Konzern erhält den Zuschlag für die 82 schnellen Doppelstock-Triebzüge des geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Dortmund und Köln. Siemens soll die besonders energiesparenden Züge auch warten, wenn sie ab Ende 2018 den Betrieb aufnehmen. Die Fahrzeuge werden in Krefeld gebaut, was 2500 Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen sichert.

Die endgültige Entscheidung in den politischen Gremien des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) soll bis zum 26. März fallen. Sie ist wegen der Vergabe des Wartungsauftrags an Siemens durchaus konfliktbeladen. Denn der heutige Betreiber vieler Regionalzugstrecken im Revier, die Deutsche Bahn-Tochter DB Regio, sieht für sich so „keine Chancen“, im Wettbewerb mit Privatbahnen auch künftig den Auftrag für den Betrieb zu erhalten. Wenn die Bahn lediglich noch die Züge fahren dürfe, werde sie zu teuer, sagte eine DB Regio-Sprecherin der WAZ. „Dann schlagen die Personalkosten durch. Mit diesen liegen wir um zehn Prozent über den Branchentarifverträgen“.

Der Auftraggeber der 82 Triebzüge, der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR), weist darauf hin, dass Siemens mit der Übernahme der Wartung eine „hundertprozentige Verfügbarkeit“ garantiere.