Senioren lehnen Homo-Gruppe in der Union ab

Düsseldorf..  In der Diskussion über eine neue Partei-Vereinigung für Homosexuelle in der CDU ist der Landesvorsitzende der Senioren-Union in NRW, Leonhard Kuckart, am Dienstag klar auf Gegenkurs gegangen: „Dieser Vorschlag sollte schnellstens wieder begraben werden“, erklärte Kuckart. Schwule und lesbische CDU-Mitglieder seien kaum für eine eigene Vereinigung zu begeistern, zudem bestehe durch sie „die Gefahr der gesellschaftlichen Ausgrenzung“. Man solle nicht anfangen, eine überholte Diskussion über unterschiedliche Lebensformen neu aufzuwärmen, so Kuckart.

Bereits CDU-Landesvize Karl-Josef Laumann hatte Ablehnung signalisiert: „Ich sehe keinen Sinn in einer Parteivereinigung, die nur an die sexuelle Orientierung anknüpft. Das ist doch reine Privatsache.“

Das Magazin „Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, Generalsekretär Peter Tauber setze sich dafür ein, den rund 400 Mitglieder zählenden Verband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als offizielle Vereinigung ins Statut aufzunehmen. Bisher gibt es in der CDU sieben offizielle Vereinigungen. Dazu gehören die Junge Union, die Frauen-Union, die Mittelstandsvereinigung (MIT) und die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA). Eine Reform der Parteiarbeit will die CDU beim Bundesparteitag im Dezember in Karlsruhe beschließen.