Schwere Vorwürfe gegen Mexikos Polizei

Mexiko-Stadt..  Nach heftigen Schießereien zwischen staatlichen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Anhängern lokaler Bürgerwehren in Mexiko, hat ein Zeuge schwere Vorwürfe gegen Soldaten und Polizisten erhoben. Sie hätten nach den Gefechten in der Unruheregion Michoacán Menschen aus nächster Nähe erschossen, nachdem diese sich bereits ergeben hatten, sagte er in einem Bericht der Zeitung „Reforma“. Die Behörden wiesen dies zurück.

Nach offiziellen Angaben waren beim Kampf um das seit zwei Wochen besetzte Rathaus der Stadt Apatzingán neun Menschen getötet worden. Eine Person wurde offenbar überfahren, als Soldaten das Gebäude stürmten. Acht weitere Menschen kamen ums Leben, als Bewaffnete die wieder abrückenden Sicherheitskräfte angriffen. „Was ich gesehen habe, waren keine Gefechte, weil die Zivilisten unbewaffnet waren“, sagte der Augenzeuge. Mindestens drei Menschen seien erschossen worden, als sie sich bereits mit erhobenen Händen gestellt hatten.