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Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt

22.06.2011 | 18:57 Uhr
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
Beim Thema Schulpolitik sind Regierung und Opposition in NRW weiter heillos zerstritten. Foto: dapd

Düsseldorf.   Das Gezerre um den „Schulgipfel“ in NRW nimmt kein Ende. Vor dem Auftakttreffen in der Staatskanzlei festigte die CDU ihre Blockadehaltung. Auch ein Extra-Gespräch mit SPD und Grünen lehnte die CDU ab.

Parteichef Norbert Röttgen und Fraktionschef Karl-Josef Laumann lehnten auch das von der Landesregierung angebotene Extra-Gespräch mit SPD und Grünen ab. In einem Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) stellte die CDU-Spitze außerdem Bedingungen für einen Konsens: Er sei nur „mit den vier demokratischen Parteien“ möglich – also ohne die Linke.

Im Regierungslager scheint man nicht bereit, auf die Forderung der CDU einzugehen . Löhrmann hatte bereits klargemacht, man lasse sich die Gesprächspartner nicht von der CDU diktieren. Auch im Schulausschuss des Landtags prallten gestern harte Positionen aufeinander. CDU und FDP verlangten, die Regierung solle den geplanten Start von zwölf Gemeinschaftsschulen zum Schuljahr 2011/12 für mindestens ein Jahr aussetzen.

„Ziehen Sie die Reißleine!“

„Ziehen Sie die Reißleine und stellen Sie das unausgegorene Projekt zurück!“ forderte CDU-Schulexperte Thomas Sternberg. Die Gemeinschaftsschule ermöglicht neben dem längeren gemeinsamen Lernen in Klasse 5 und 6 mehrere Bildungsgänge unter einem Dach und gymnasiale Standards. Laut Löhrmann sind derzeit rund 100 Kommunen interessiert, eine solche Reformschule zu gründen.

Die FDP will sie dagegen rückabwickeln. „Sie sind mit Ihrem Schulversuch gescheitert“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Ralf Witzel an Löhrmanns Adresse. Nach dem gerichtlichen Stopp für die Gemeinschaftsschule Finnentrop sieht die FDP für die verbliebenen zwölf Schulen „keine Rechtsgrundlage“ mehr. Löhrmann widersprach: Die Genehmigungsbescheide seien „unanfechtbar und bestandskräftig“. Dies habe das Oberverwaltungsgericht bestätigt. Die Landesregierung wolle die Gemeinschaftsschule jetzt gesetzlich verankern.

Theo Schumacher

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Kommentare
24.06.2011
09:18
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von demokratischundsozial | #40

Wo liegt das Problem? Vielleicht in der Führungsschwäche von Frau Kraft. Die CDU ist in sich zerstritten. Daher kann die Hauptschule formell inicht abgeschaffrt werden. Aber die Schaffung eines neuen Schultyps ist nicht verboten.

23.06.2011
18:22
Blockierter Kommentar.
von Murphy07 | #39

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

23.06.2011
18:14
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von taosnm | #38

#36 comptur
Ich weiss nicht, was der Bericht soll. Es geht doch hier einfach darum, dass für die Hauptschulen die Anmeldungen fehlen, d.h., sie können nicht mehr weitergeführt werden. Das zeichnete sich lange ab, wurde jedoch von der Vorgängerregierung negiert. Nun muss gehandelt werden. Mir ist im Grunde genommen wurscht, wie eine Schule heisst. Wichtig sind Lehrer, die endlich einmal engagiert sind - die werden wir in Deutschland wohl backen müssen -, und Lehrpläne, die sicherstellen, dass Bildung vermittelt wird. Beides fehlt an den Hauptschulen bis heute, und ich spreche aus der Praxis, da ich seit Jahren einen Hauptschüler betreue. Ich sage Ihnen, es ist grauenhaft, und der arme Kerl kann nichts dazu.
Und wenn wir gute Lehrer haben, die sich verantwortlich fühlen für ihre Schüler, dürfen die gern bis zu 6 Jahre lang gemeinsam unterrichtet werden. Der sozialen Entwicklung kann das nur dienlich sein.
Es kotzt mich immer mehr an, dass die Diskussion ideologisch erfolgt. Es geht hier um Kinder und nicht um das christlich-demokratische Himmelreich, und da steht auch die CDU in der Pflicht, selbst wenn sie lieber muksch in der Ecke sitzen möchte.

23.06.2011
15:48
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von demokratischundsozial | #37

Es ist zwar schwieriger, geht aber auch ohne CDU. Nach dern Verfassung muss jedem Schüler und jeder Schülerin ein Hauptschulplatz in zumutbarer Entfernung angeboten werden können. Was ist zumutbart? Die Job-Center haben dazu Kriterien entwickelt.

23.06.2011
14:30
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von comptur | #36

Ja wenn man die Klassenfrequenzen von 40 Schülern pro Klasse beibehalten will, gibt es tatsächlich einige leere Hauptschulen. Große Klassen sind aber nicht die Vorraussetzung für eine gute Bildung.

Schau mal:
http://www.vdr-sh.de/artikel.php?ID=84

23.06.2011
14:18
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von taosnm | #35

#34 Schulfrieden an welchen Schulen? An den leeren Hauptschulen? Ja, da wäre es in der Tat dann sehr ruhig gewesen, kleinere Klassen als an Zwergschulen, nämlich leer.

23.06.2011
14:03
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von comptur | #34

Wir hätten Schulfrieden, wenn Hanni und Nanni ihn nicht gestört hätten.
Endlich kleinere Klassen und damit Lehrer die sich intensiver um die Schwächen einiger Schüler kümmern könnten.

23.06.2011
12:54
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von oldbaer1 | #33

Der große Fehler ist, daß Schulpolitik Ländersache ist. So kann jede Partei ihr politisches Süppchen kochen. Und die Kinder müssen darunter leiden. Wer hat denn z.B. bei CDU noch das sagen? Merkel? Röttgen? Und die Linke verteufelt man einfach. Trauerspiel für unser ach so demokratisches System.

23.06.2011
12:34
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von Murphy07 | #32

# Leute die CDU in NRW ist nicht mehr zu helfen.- Die Merkel hat ihren Parteikollegen Röttgen, Laumann, Wittke gestern doch eine schallende Ohrfeige gegeben....SIE IST FÜR DIE ABSCHAFFUNG DER HAUPTSCHULE....nur die beleidigten Leberwürste in NRW haben das nicht bvegriffen. Sie wurden von Berlin aus mit dem Nasenring durch NRW geführt....hahahaha....

23.06.2011
12:13
Schulfrieden ist in weite Ferne gerückt
von nordicwalker | #31

die bildungspolitik schreit zum himmel.
ob im norden,süden,westen oder osten, die kinder haben eine gleiche bildung verdient. wenn umgezogen werden muß( von norden nach süden oder westen nach osten) sollte alles auf dem gleichen stand sein.
jedes bundesland kocht seine eigene suppe.
( und selbst in den eigenen bundesländern, sind sich die komunen nicht einig, wie bildung funktioniert.) wie grausam.
alle reden vom vereinten europa. dabei schaffen wir es noch nicht einmal in deutschland. armes land.

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