Schulen in Pakistan sind nach Anschlag wieder geöffnet

Islamabad..  Knapp vier Wochen nach dem Schulmassaker der Taliban in Peshawar haben die Schulen in Pakistan trotz ­erneuter Drohungen der Extremisten wieder geöffnet. Auch die von den pakistanischen ­Taliban (TTP) angegriffene Schule, die von der Armee ­betrieben wird, nahm am Montag wieder den Unterricht auf.

Der Angriff am 16. Dezember hatte 152 Menschenleben gefordert, darunter 136 Kinder. Die Schüler waren am Tag danach früher als geplant in die Winterferien geschickt worden. Die Ferien wurden dann aus Sicherheitsgründen um eine Woche verlängert.

TTP-Chef Mullah Fazlullah hatte vergangene Woche in einer Videobotschaft weitere Angriffe angekündigt. „Unsere Männer werden Euch diesmal so hart treffen, dass die ­Menschen den Angriff von Peshawar vergessen werden.“

Armeechef Raheel Sharif nahm an der Wiedereröffnung der angegriffenen Schule teil. Er kündigte die Fortsetzung des Kampfes gegen die verantwortlichen Taliban „bis zu deren Tod“ an. Muhammad Riaz, der einen Sohn verlor und drei weitere Kinder jetzt wieder zur Schule brachte, sagte: „Weder meine Kinder noch ich werden zurückweichen.“

Nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes zum Jahreswechsel gegen die Taliban im benachbarten Afghanistan traf US-Außenminister John Kerry am Montag in Pakistan ein. Bei dem Besuch dürfte es auch um die Bedrohung durch ­Extremisten in der Region gehen. Dazu gehören auch Separatisten in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan, die bei einem Angriff auf eine Stellung der Grenztruppen ­sieben Soldaten töteten.