Fernuni Hagen setzt auf Smartphone-Apps für Studenten

Was wir bereits wissen
Smartphone-Apps sollen Studenten der Fernuniversität Hagen helfen. Damit wird Lernstoff via Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer angeboten. Damit kommt die Uni Hagen dem Wunsch zahlreicher Studenten nach.

Hagen.. Mit fast 80.000 Studenten ist die Fernuniversität Hagen die größte Hochschule Deutschlands. Und weil die Studenten der Hochschule über das ganze Land verteilt sind und 6.000 von ihnen sogar im Ausland leben, hat man sich an der Fernuni schon immer viele Gedanken darüber gemacht, wie man die Studenten mit Lehrstoff versorgt. Nach Studienbriefen, Internetseiten und Online-Konferenzen setzt die Fernuniversität nun seit Ende vergangenen Jahres auf sogenannte Apps, kleine Programme, die speziell für Smartphones und Tablet-Computer entwickelt wurden und kostenlos heruntergeladen werden können.

Zwei Apps kostenlose für Apple- und Android-Geräte

"Wir haben die Studenten gefragt, über welche Medien wir sie zusätzlich erreichen können und viele wünschten sich ein Angebot für Smartphones und Tablet-Computer, so dass sie auch unterwegs arbeiten können", sagt Bildungswissenschaftlerin Claudia de Witt von der Hagener Hochschule.

Zwei Apps bietet die Fern-Uni kostenlos für Apple- und Android-Geräte an: das App "moBiwi kompakt" und "iLernkarten". "moBiwi kompakt" wurde vom Lehrstuhl von Claudia de Witt entwickelt und bietet Fragen und Antworten zum Thema Bildungswissenschaft. Die Studenten können zusätzlich eigene Fragen und Antworten formulieren und sie online mit ihren Kommilitonen austauschen. "Es ist wichtig, dass die Studenten nicht nur lesen, sondern sich auch mündlich austauschen", erklärt Witt. "Deshalb können sie sich alle Texte der App vorlesen lassen, aber auch eigene Texte aufnehmen und an andere versenden."

Karteikarten auf dem Handy

Soweit geht die zweite App allerdings nicht. Die "iLernkarten" des Mediendidakten Theo Bastiaens sind eher die moderne Version der guten, alten Karteikarten, bei denen auf der einen Seite die Frage, auf der anderen die Antwort steht. Die Studenten können hier nichts hinzufügen und auch nichts mit anderen teilen. Bastiaens sagt: "Wir haben an der Fernuni zahlreiche interaktive Angebote, wollten aber die 'iLernkarten' von diesen Bereichen trennen. Unsere App ist wie ein Lehrbuch, auf das kann man auch nicht reagieren."

Die beiden Apps sind erst der Anfang: Nachdem sie bereits von mehreren Hundert Studenten genutzt werden, sollen an der Fernuni Hagen bald weitere Bildungsangebote zum Herunterladen auf Smartphones und Tablet-Computer folgen.